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Ungewöhnliches Bauprojekt erfordert beste Expertise

Die Uhl GmbH & Co. Stahlbau und Metallbau KG führte im Dezember 2020 im israelischen Tel Aviv ein nicht alltägliches Bauprojekt aus. Die Montagekolonne um Projektleiter Christopher David erstellte mit anderen Firmen zusammen ein Privatgebäude der Superlative und trotzte allen organisatorischen Herausforderungen vor und während der Bauphase.

WÜRZBURG - Was bringt einen Fachbetrieb für Hallen- und Stahlbau, Fenster, Türen und Fassaden in Anbetracht von Corona an seine organisatorischen Grenzen? Ein ambitioniertes Bauprojekt in Tel Aviv? Der Bau eines luxuriösen Privathauses in Israel war für Uhl im wahrsten Sinne des Wortes „Neuland“ und tatsächlich eine Gratwanderung hinsichtlich des Projektablaufs. In Zusammenarbeit mit dem weltberühmten Architekturbüro „Libeskind“ aus New York ging Projektleiter Christopher David über seine bisherigen Grenzen hinaus. Er konnte sich nämlich coronabedingt nur einmal – im März 2020 – ein Bild vor Ort machen, und steuerte alles aus der Heimat. Zu den Aufgaben des Uhl-Teams zählte nicht nur die Lieferung fertiger Elemente, sondern zum ersten Mal auch die Verantwortungsübernahme bei der Montage in Israel.

 

Der wohlhabende Hauseigentümer aus Israel schwört offenbar auf deutsche Wertarbeit, sodass das Würzburger Unternehmen ins Spiel kam. Laut Geschäftsführer Thomas Schneider erforderte das internationale Projekt bereits im Vorfeld viel Abstimmung: „Architektenteams kamen aus New York und Israel. Ein Fassadenbauer hat seinen Sitz in der Nähe von Berlin, wir in Würzburg. Die Rohbauer wiederum firmiert in Israel. Mit diesen gab es einige Unstimmigkeiten. Die mussten wir vor Ort bereinigen, damit unsere Elemente passten.“

 

Einige israelische Firmen wie beispielsweise die Gerüstbauer ließen weitere Qualitätsstandards vermissen. Das fehlende Fachwissen konnte die „Uhl-Delegation“ vor Ort allerdings beheben. Ungewohnte „Spannung“ gab es hinsichtlich der Materiallieferung: Die Elemente und das Glas überstanden allerdings sowohl den Seeweg als auch den Zoll. Einen Wermutstropfen gab es für Thomas Schneider dennoch: „Der Glaslieferant produzierte zwei Scheiben falsch. Die korrekte Ware ist bereits auf dem Seeweg, kann aber wegen der Pandemie vermutlich erst im Sommer eingearbeitet werden.“

 

Keine Angriffsfläche an der Steilküste für den Seewind

Hinzu kamen die Anforderungen bei der Montage der Bauteile aus Aluminium, hier waren viel Fingerspitzengefühl und Präzision gefragt. „Das ganze Haus wurde im Nachgang unserer Leistung mit Keramik verkleidet. Bei Element- und Scheibenhöhen von bis zu 7,40 Meter betrug die maximale Toleranz 2-3 mm“, schildert Heiko Krause, der für Uhl die Montage vor Ort verantwortete. Damit nicht genug der Herausforderung! „Da sich das Gebäude an einer Steilküste direkt am Meer befand, war bei der Verglasung der bis zu 800 kg schweren Scheiben stets darauf zu achten, dass der Seewind keine Angriffsfläche bekommt. Hierbei mussten einige Scheiben, welche sich hinter einem Dachvorsprung befanden, mit einer speziellen Pendelkonstruktion montiert werden. Kontergewichte sorgten hierbei dafür, dass die Glasscheibe in einer waagerechten Position am Kran gehalten werden“, schildert Heiko Krause die Ausgangslage, die ihm großes organisatorisches Geschick und Improvisationstalent abverlangte.

 

„Hürden sind da, um genommen zu werden“

Die „Würzburger Gesandtschaft“ nahm ab November 2020 also alle Hürden und erfüllte bis auf die Ausnahme der zwei Scheiben alle Aufgaben bis Weihnachten. Dabei sah sie sich mit dem Corona-Virus zu Beginn wohl dem größten Gegner gegenüber. Wegen drohender Quarantäne flogen sie ein paar Tage vor dem geplanten Termin nach Tel Aviv. Im Hotel erwies sich die Verkostung wegen „Corona“ als Selbstverpflegung.

 

„Das Bauvorhaben an sich wäre auch hier bei uns spektakulär und speziell gewesen. Und dann noch in Tel Aviv, das war das i-Tüpfelchen“, sagt Thomas Schneider im Rückblick. Angesichts all dieser Herausforderungen fällt die Bilanz des Uhl-Geschäftsführers sehr positiv aus - trotz einiger Anlaufschwierigkeiten: „Probleme gibt es nahezu bei allen Projekten. Lösungsfindungen gehören zu unserem Job. Eine Besonderheit am Bauprojekt war schon durch die geografische Lage begründet.“ Einen besonderen Dank spricht er seinen „erfolgreichen Mitarbeiter und die Firma APEX“ aus. „Unser jahrzehntelanger Partner und Auftraggeber hat uns sein Vertrauen geschenkt, welches wir zurückzahlen konnten.“

 

Das persönliche Resümee von Projektleiter Christopher David lautet: „Der Auftrag war schon aus architektonischer Sicht etwas Besonderes, die Planung war nicht ganz einfach. Hinzu kam die Herausforderung bei der Logistik, unser Material und Werkzeug sicher und unbeschadet nach Israel zu bekommen – sowie die Anmeldung der Monteure für die Montage. Da unsere Baustellen sich hauptsächlich in Deutschland befinden, ist das „seefeste“ Verladen der Güter im Container, die Zollformalitäten und Beschaffung von Arbeitsvisa nichts Alltägliches. Hinzu kommt noch die weltweite Pandemiesituation, die zu Auftragsbeginn keiner auf dem Schirm hatte.

 

Schlussendlich sind die Fassaden jedoch vollständig und unbeschadet in Israel angekommen, trotz strenger Einreisevorschriften aufgrund von COVID-19 konnten wir die Montage erfolgreich durchführen. Dass ich mal eine Baustelle in Israel betreuen würde, hatte ich mir zu Beginn meiner Projektleiter Karriere nicht gedacht. Ich war vorher noch nicht in Israel und es war ein tolles Erlebnis, dieses Land kurz kennengelernt zu haben. Die angenehme Zusammenarbeit mit unserem Auftraggeber in Israel und die herzliche Gastfreundschaft werden mir sicherlich lange in guter Erinnerung bleiben.“

Bildunterzeilen, Bild 1: Heiko Krause (Erster von links) und sein Team um Matthias Schenk (Mitte) und Peter Schneider (rechts) hatten fünf Wochenlang eine anspruchsvolle Aufgabe! Foto: Uhl GmbH X Bild 2 – Bild 4: Das Projekt: Eine besondere technische Herausforderung für die Uhl-Mitarbeiter. Foto: Uhl GmbH