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„Wir müssen auf unsere Stärken setzen“

IHK-Vollversammlung tagte in Würzburg

Würzburg/Mainfranken –Die IHK-Vollversammlung hat in ihrer Jahresschlusssitzung am 4. Dezember 2024 den Wirtschaftsplan 2025 verabschiedet. Die Unternehmerinnen und Unternehmer verabschiedeten zudem die Wirtschaftspolitischen Positionen der IHK-Organisation zur Bundestagswahl 2025. Im Anschluss erläuterte Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring, wie der Freistaat durch Innovationen zukunftsfähig bleiben kann.

Diskussionsgegenstand der letzten regulären Arbeitssitzung des Jahres der IHK-Vollversammlung war die politische Entwicklung nach dem Ende der Ampel-Regierung. Mit ihren Wirtschaftspolitischen Positionen (WiPos) sowie den gemeinsamen Positionspapieren der bayerischen IHKs zur Bundestagswahl 2025 formuliert die mainfränkische Wirtschaft eine Reihe an Forderungen in Richtung Politik. „In zahlreichen Handlungsfeldern beschreiben unsere Positionen die Ausgangslage und die wichtigsten Forderungen an die Politik. Vielen Unternehmen fehlt das Vertrauen in die Zukunft unseres Standorts. Deshalb muss für die Politik die Stabilisierung unserer Wirtschaft ganz oben auf der Prioritätenliste stehen: Energiekosten runter, Steuern investitionsfreundlich gestalten, Auflagen und vielfältige Dokumentations- und Berichtspflichten streichen, Planungs- und Genehmigungsverfahren schnell vereinfachen“, forderte IHK-Präsidentin Caroline Trips.     

Die Vollversammlung erneuerte zudem ihren Beschluss, die Zukunftsstiftung Würzburg beim Bau einer Multifunktionsarena finanziell zu unterstützen, um mit Hilfe der überregionalen Wirkung einer Arena positive wirtschaftliche Impulse für die gesamte Region Mainfranken zu setzen. Dies steigere die Attraktivität der Region und sei für Kultur, Sport, Wirtschaft und Wissenschaft ein wichtiger Magnet, so die IHK-Präsidentin.                                                                 

Weiteres Thema der Vollversammlungssitzung war der Wirtschaftsplan 2025. Um die Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu unterstützen, hat die Vollversammlung beschlossen, die Beiträge im Jahr 2025 auf dem reduzierten Niveau von 2024 zu belassen.

Gastvortrag von Dr. Fabian Mehring 

In seinem Gastvortrag beschrieb der Bayerische Staatsminister für Digitales, Dr. Fabian Mehring, wie der Freistaat durch Innovationen zukunftssicher bleiben kann. „Bayern zündet den Turbo im Rennen um die Chancen von morgen“, so der Digitalminister.

„Wir müssen auf unsere Stärken setzen. Wir können ein paar Dinge in diesem Land, die andere nicht können: Ingenieurskunst, Industrie 4.0, Automatisierungstechnik – und auch dafür braucht es Zukunftstechnologien“, so Mehring. All das funktioniere nur im möglichst engen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. „Und wenn wir uns gemeinsam als Team Bayern im internationalen Wettbewerb verstehen.“ Außerdem appellierte Mehring an den bayerischen Mittelstand, sich aktiv mit dem Thema KI auseinanderzusetzen, um damit in Zukunft volkswirtschaftlichen Nutzen zu generieren.

Was macht die Vollversammlung?

Die Vollversammlung ist das Parlament der mainfränkischen Wirtschaft und damit das höchste Gremium der IHK Würzburg-Schweinfurt. Ihr sind grundsätzliche Entscheidungen vorbehalten.

IHK-Präsidentin Caroline Trips (2.v.r.), IHK-Vizepräsident Dr. Stefan Möhringer (links) und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Sascha Genders (rechts) begrüßten Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring (2.v.l.) zur Jahresabschluss-Vollversammlung in Würzburg. Foto: by Lisa Sommermeyer