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Brauchtum Halloween

28.10.2010

Appell der Unterfränkischen Polizei: Grenzen nicht überschreiten.
UNTERFRANKEN. Der Brauch, in der Nacht auf Allerheiligen Halloween zu feiern, hat sich im Laufe der letzten Jahre mehr und mehr etabliert.


Die Kinder verkleiden sich, ziehen von Haustür zu Haustür durch die Straßen und erbitten mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ Süßigkeiten. Falls es die nicht gibt, wird den Unwilligen zuweilen ein Streich gespielt, der manchmal eindeutig die Grenzen überschreitet. Die Unterfränkische Polizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich auf die möglichen Folgen hin und wird auch deshalb, wie jedes Jahr, in der letzten Oktobernacht verstärkt im Einsatz sein.
 
Die Ausgelassenheit der Feiernden findet spätestens dort ihre Grenzen, wo bei überzogenen Streichen fremdes Eigentum beschädigt oder die Persönlichkeitsrechte anderer verletzt werden. Eier gegen die Hauswand zu werfen oder Wände mit Farbe zu beschmieren, kann keinesfalls als harmloser Streich hingenommen werden. Auch das in dieser Nacht verbotene Abbrennen von Feuerwerkskörpern führt zuweilen zu Beschädigungen an Briefkästen oder anderem fremdem Eigentum. Das sind keine Scherze oder Streiche, sondern zweifelsfrei Straftaten. Die Polizei drückt deshalb auch an Halloween sicherlich kein Auge zu.
 
Obwohl Kinder unter 14 Jahren strafrechtlich noch nicht belangt werden können, müssen die Eltern in solchen Fällen mit Schadensersatzforderungen rechnen. Da können schnell einige hundert Euro zusammen kommen. Deshalb sollten die Erziehungsberechtigen schon im Vorfeld mit ihren Kindern über die möglichen Konsequenzen überzogener Streiche sprechen und dabei unmissverständlich deutlich machen, wo die Grenzen liegen.
 
Die Unterfränkische Polizei weist zuletzt noch auf folgendes hin: Allerheiligen ist ein sogenannter „Stiller Feiertag“. Tanzveranstaltungen aller Art und das Abspielen überlauter Partymusik sind deshalb ab Mitternacht nicht mehr gestattet.