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Rentnerpaar schlägt falschen Polizeibeamten in die Flucht

27.11.2010

Haßfurt - Durch sein vorbildliches Verhalten hat ein Rentnerpaar am Dienstagnachmittag einen Betrüger in die Flucht geschlagen. Der Täter hatte sich als Polizeibeamter ausgegeben, um sich so das Vertrauen der alten Leute zu erschleichen. Während der Unbekannte auf den Mann einsprach und sich Wertgegenstände und Schmuck zeigen lassen wollte, verständigte seine Frau sofort über Notruf die Polizei und schlug dadurch den Täter in die Flucht.


Gegen 15.30 Uhr hatte zunächst eine junge Frau unter fadenscheinigen Gründen bei dem Paar geklingelt. Eine halbe Stunde später stand dann der angebliche Kripobeamte vor der Türe. Als der 86-Jährige öffnete, zeigte der falsche Polizist kurz irgendeinen Ausweis mit Lichtbild. Die Zeit reichte dabei aber weder für ein genaues Hinsehen, geschweige denn für eine Prüfung. Anschließend teilte der Mann mit, dass vor einigen Stunden im gleichen Anwesen eingebrochen wurde. Angeblich um sicher zu gehen, dass nicht auch in dieser Wohnung etwas fehlt, forderte er den Rentner auf, seine Wertsachen und seinen Schmuck zu überprüfen.

Nachdem seiner 81-jährigen Frau das Verhalten und der vorgeschobene Grund merkwürdig und verdächtig erschienen, verständigte sie geistesgegenwärtig sofort über Notruf 110 die Polizei. Als der Betrüger dies mitbekam, verließ er fluchtartig das Anwesen.

Der falsche Polizist ist schlank, ca. 35 Jahre und trug einen dunklen Anorak und eine dunkle Schirmmütze. Die Frau ist ebenfalls schlank, ca. 25 Jahre und trug einen bunten Anorak mit einem Pelzkragen an der Kapuze und eine eng anliegende Hose. Beide sprachen einen Dialekt, wie er im Ruhrgebiet gesprochen wird.

-          Wer hat die Personen gesehen?
-          Wo ist das Pärchen noch aufgetreten?

Hinweise bitte unter Telefonnummer 09521/927-0 an die Polizeiinspektion Haßfurt.

Wie bereits berichtet, war am letzten Freitag ein anderer Betrüger mit der gleichen Masche in Schweinfurt erfolgreich unterwegs. Hier gelang es dem Täter, Bargeld und Sparbücher im Wert von mehr als 2.000 Euro zu erbeuten.

Die Täter gehen dabei in aller Regel gezielt gegen ältere Mitbürger vor und versuchen, deren Gutgläubigkeit auszunutzen. Die Unterfränkische Polizei nimmt dies zum Anlass, vor solchen Machenschaften erneut zu warnen.

Polizei- und Kripobeamte zeigen stets ihren Dienstausweis vor und haben sicher Verständnis für ein gesundes Misstrauen. Sollten dann immer noch Zweifel bestehen, so steht den betroffenen Bürgern für Rückfragen jederzeit die zuständige Polizeiinspektion oder der Notruf 110 zur Verfügung. Legen Sie sich die Telefonnummer ihrer Polizeidienststelle griffbereit zurecht und scheuen Sie sich nicht, von ihr Gebrauch zu machen.


Von: Michael Horling