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200 Notrufe pro Tag

BRK-Notrufzentrale Unterfranken auf neuesten technischen Stand gebracht

Hilfe auf Knopfdruck, das verspricht der Hausnotruf. Damit die eingehenden Notrufe qualifiziert entgegengenommen und zügig bearbeitet werden, betreibt das Rote Kreuz in Bayern mehrere Notrufzentralen. Bislang war die Technik dafür in den jeweiligen Kreisverbänden untergebracht.

 

Die vier BRK-Notrufzentralen in Würzburg, Nürnberg, Regensburg und München haben sich nach zweijähriger Planungsphase zu einem Zentralverbund zusammengeschlossen. Die bisherige, teilweise noch auf Analog- und ISDN-Telefonie beruhende Technik, wurde durch ein auf moderner IP-Telefonie basierendes System ersetzt und eine einheitliche bayernweite Software eingeführt. Das Notrufsystem läuft nun in einem zentralen Rechenzentrum, was die Sicherheit und Wartbarkeit verbessert. Die Mitarbeiter*innen, die die Notrufe entgegennehmen sowie die Einsatzkräfte, die bei Bedarf zum Teilnehmer hinausfahren, sind aber weiterhin vor Ort in den Kreisverbänden.

 

Um die Ausfallsicherheit zu erhöhen, gibt es ein georedundantes Backup-Rechenzentrum an einem anderen Ort, auf das umgeschaltet werden kann. Die zentrale EDV ermöglicht nun auch bei Störung oder Überlastung der Abfrageplätze in einer der örtlichen Notrufzentralen zu reagieren. In diesem Fall werden Notrufe automatisch zu einer anderen BRK-Notrufzentrale weitergeleitet, die auf alle Informationen der Teilnehmer Zugriff hat und die Einsatzkräfte des BRK direkt disponieren kann. Auch die Verbindung der Zentralen zum Rechenzentrum ist redundant ausgelegt und läuft über mehrere unterschiedliche Internet- und Telefonanbieter.

 

In der vergangenen Woche wurde die Notrufzentrale des BRK in Würzburg auf das neue System umgestellt. In der kommenden Woche wird die BRK-Notrufzentrale Nürnberg als letzte in den Verbund umziehen. Damit sind am Zentralverbund über 35.000 Teilnehmer angeschlossen. Aktuell werden durchschnittlich 200 Notrufe täglich am Standort Würzburg bearbeitet.

 

„Dank gründlicher Vorbereitung mit umfangreichen Tests ist die Umstellung reibungslos verlaufen“, freut sich der Initiator des Projektes Stefan Dietz, Sachgebietsleiter Servicedienste im Kreisverband Würzburg und Leiter der BRKNotrufzentrale Unterfranken. „Durch den Verbund etablieren wir einheitliche Abläufe und hohe Qualitätsstandards und sind Vorreiter bei neuen Technologien.“ Mit den anderen BRK-Zentralen in Bayern laufen derzeit Gespräche über eine Integration in den Verbund.

Sachgebietsleiter Stefan Dietz (rechts) und seine Mitarbeiterin Olena Boyko an einem der modernen Notruf-Abfrageplätze. Bildquelle: Stefan Krüger, BRK Würzburg