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200.000 Euro für die zwölf „Schwimmbad-Gemeinden“

Landkreis Würzburg unterstützt Kommunen bei der Förderung der Schwimmfähigkeit

LANDKREIS WÜRZBURG

Früher konnte beinahe jedes Kind schwimmen, heute sieht es ganz anders aus: Jedes dritte Kind im Grundschulalter hat noch nicht richtig schwimmen gelernt. Die monatelange Schließung der Schwimmbäder aufgrund der Corona-Pandemie verschlechterte diese Lage noch.  

 

„Die Sorge um die Schwimmfähigkeit unserer Vor- und Grundschulkinder treibt die Kreispolitik seit vielen Jahren um, daher ist eine finanzielle Unterstützung der Schwimmbadgemeinden eine Herzensangelegenheit des Kreistags“, erläutert Landrat Thomas Eberth. Nur wer gelernt hat, sich am und im Wasser richtig zu verhalten und mit dem Seepferdchen den Grundstein fürs sichere Schwimmen legen konnte, wird ein Leben lang Freude am Wasser haben. Stadt und Landkreis Würzburg engagieren sich daher schon seit fast zehn Jahren im Rahmen des Projekts „Tauch‘ nicht ab – lern schwimmen“ für eine Stärkung des Schulschwimmunterrichts sowie für außerschulische Angebote.

 

Der Landkreis Würzburg unterstützt nicht nur mit dem Projekt „Tauch‘ nicht ab, lern schwimmen“, sondern schüttet erneut an die zwölf Gemeinden, Märkte und Städte, die ein Frei- oder Hallenbad ihr Eigen nennen, eine Förderung von insgesamt 200.000 Euro aus. Die Betreiber der Schwimmbäder sollen dabei unterstützt werden, einen wichtigen Beitrag zur Schwimmfähigkeit von Kindern zu leisten.

 

Bereits 2020 wurde die Förderung der Schwimmfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen ins Leben gerufen. Je nach Anzahl der Kinder und Jugendlichen erhalten Gemeinden mit eigenem Schwimmbad eine finanzielle Unterstützung. So fördert der Landkreis in diesem Jahr Aub mit 9.989 Euro, Gelchsheim mit 10.459 Euro, Gerbrunn mit 13.051 Euro, Höchberg mit 15.474 Euro, Kirchheim mit 12.081 Euro, Neubrunn mit 10.468 Euro, Ochsenfurt mit 25.973 Euro, Reichenberg mit 9.633 Euro, Rottendorf mit 7.175 Euro, Thüngersheim mit 15.901 Euro, Uettingen mit 16.266 Euro und Veitshöchheim mit 53.526 Euro.  

 

Landrat Thomas Eberth betont, wie wichtig er persönlich die Fähigkeit schwimmen zu können einschätzt. Besonders in diesem Jahr, wo viele Bürger Urlaub daheim gemacht haben und teilweise im Main schwimmen gegangen sind, habe man gemerkt, wie wichtig es sei, sich sicher im Wasser zu bewegen. „Wer gut schwimmen kann, wird im Wasser nicht so schnell untergehen. Wir wollen schließlich Badeunfälle tunlichst vermeiden“, fügt er hinzu. „Als Landkreis sind wir allen Gemeinden, die ein Schwimmbad bereitstellen, sehr dankbar, vor allem auch den oft ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die den Betrieb der Frei- und Hallenbäder überhaupt erst ermöglichen“, lobt Eberth das Engagement der Gemeinden sowie des Haupt- und Ehrenamtes. Außerdem mache Schwimmen Spaß und bereichere das positive Lebensgefühl für die ganze Familie, für jedes Alter.

 

Mit dem Hallenbad in Ochsenfurt und der Beteiligung am Wolffskeel-Schwimmbad im Norden von Würzburg ist der Landkreis auch investiv tätig geworden, um das Schwimmen lernen zu unterstützen. “Und neben der Schwimmfähigkeit dienen Schwimmbäder der Bevölkerung natürlich auch als Sport- und Gesundheitsstätte, dass darf man nicht vergessen“, so der Landrat.   

 

Bildunterschrift: Klein, aber fein sind manche Freibäder in den Landkreisgemeinden wie hier im Auber Ortsteil Baldersheim, das Landrat Thomas Eberth (vorne links) im Rahmen eines Gemeindebesuchs mit Bürgermeister Roman Menth (hinten 2.von links) besichtigte. Insgesamt gibt es im Landkreis Würzburg in zwölf Orten Frei- oder Hallenbäder, dazu das landkreiseigene Schwimmbad an der Realschule Ochsenfurt und das Wolffskeel-Bad im Würzburger Norden in gemeinsamer Trägerschaft von Stadt und Landkreis Würzburg. Foto: Eva Schorno