Soziale Netzwerke

  

Anzeige

AWO-Chef zeigt Interesse an Schonunger Pflegeheimprojekt auf der Sattlerweise

16.02.2012

Schonungen - Für Schonungen und seine Gemeindeteile ist es ein weiterer Mosaikstein in Richtung Pflege- und Altenheim: Stefan Wolfshörndl, Bezirksvorsitzender der Unterfränkischen Arbeiterwohlfahrt (AWO) besichtigte das Gelände der Sattlerwiese, wo nach dem Willen der Gemeinde eine Senioreneinrichtung entstehen könnte. Auf Einladung der AWO Schonungen und des SPD-Bürgermeisterkandidaten Stefan Rottmann kam Wolfshörndl zu einem Ortstermin.


Wolfshörndl ist gleichzeitig 1. Bürgermeister der Würzburger Vorstadtgemeinde Gerbrunn und stellvertretender Landrat Würzburgs und zeichnete sich auch als kompetenter Ansprechpartner in kommunalen Fragen aus. Auch er wertete die Lage als Baustandort für ideal: Etwa 5000 Quadratmeter müssten für ein solches Bauprojekt vorgehalten werden, erklärte er. Der Bedarf an Pflegeplätzen wurde von den Anwesenden auf 70 bis 80 geschätzt, was den wirtschaftlichen Betrieb eines zukünftigen Pflegeheims auf jeden Fall ermöglicht. Schonungens Pflegeheim hätte mit seiner Großgemeinde und den umliegenden Randgemeinden Richtung Hßsfurt einen großen Einzugsbereich: Schon jetzt sind viele Senioren aus der Großgemeinde in anderen Pflegeheimen des Landkreises untergebracht.

Die AWO Unterfranken ist sowohl als Bauträger, wie auch als Betreiber tätig: Der Bezirksvorsitzende berichtete von neuen Einrichtungen im Umkreis beispielhaft in Schwebheim und Niederwerrn. Auch in Schonungen wäre vorstellbar, dass die Arbeiterwohlfahrt ein solches Bauprojekt umsetzt und selbst betreibt. Spatenstich könnte direkt nach Sanierung der Sattleraltlasten, eventuell schon im Jahre 2015 sein. Vorab könnten bereits planerische und bürokratische Arbeitsabläufe angestoßen werden, erklärt Wolfshörndl.

Auch die städteplanerische Neuordnung im Umfeld der Sattlerwiese klingt viel versprechend. Anhand von entsprechendem Kartenmaterial erklärte Bürgermeisterkandidat Stefan Rottmann dem möglichen Investor die baulichen Veränderungen in den nächsten Jahren. Der Bach soll nun schon im ersten Bauabschnitt im Sommer verlegt werden und naturnah gestaltet werden. Ein Wegenetz soll die Sattler-Wiese als grüne Lunge Schonungens durchkreuzen. In dem Zuge entstehen zwei neue Fußgänger- und Fahrradbrücken, die die Steinach überqueren sollen. Ein Naherholungsgebiet mit parkähnlichem Charakter und ein Mehrgenerationenspielplatz sollen im südlichen Bereich der Sattlerwiese entstehen.

Weitere Baugrundstücke im Umfeld des Pflege- und Altenheims werden geschaffen: Hier könnte beispielsweise ein Ärztezentrum oder altengerechte Wohnungen entstehen. Das Infrastrukturangebot wird komplettiert durch eine ausreichende Anzahl neu geschaffener Parkplätze.

Der AWO-Bezirksvorsitzende Stefan Wolfshörndl zeigte sich beeindruckt von der städtebaulichen Neuordnung und signalisierte Bereitschaft für den Bau eines Pflege- und Altenheimes. Der Kontakt zwischen Gemeindeverwaltung und AWO soll nun hergestellt werden, damit erste Pläne von Seiten der Arbeiterwohlfahrt ausgearbeitet werden könnten und ein Besuch im Gemeinderat vorbereitet werden könnte. In dem Zuge wird die Arbeiterwohlfahrt selbst eine Erhebung über den Bedarf an Pflegeplätzen ermitteln. Stefan Rottmann forderte, das Projekt Pflegeheim nicht aus den Augen zu verlieren und die Zeit der Sanierungsmaßnahmen zu nutzen, um Pläne und Bauskizzen vorzubereiten.

Bereits am 29.02.2012 wird Wolfshörndl zusammen mit Würzburgs Oberbürgermeister Georg Rosenthal ein weiteres Mal in die Großgemeinde Schonungen kommen: Dann in das Gasthaus „4 Jahreszeiten“ nach Forst (19.00 Uhr).

Das Foto zeigt von links den AWO-Ortsvorsitzenden Helmut Endres, die AWO-Kreisvorsitzende Gaby Sander, den 3. Bürgermeister Gerd Barthelmes, Würzburgs stellvertretenden Landrat, Bürgermeister und Unterfränkischer AWO-Chef Stefan Wolfshörndl und Schonungend Gemeinderat und Bürgermeisterkandidat Stefan Rottmann.


Von: Michael Horling