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CSU-Frauen mit Schwung - Sabine Dittmar zu Gast bei den SPD–Frauen

12.02.2012

Lindach / Schweinfurt - Frauen eine Perspektive geben, das war das Anliegen des Networkerinnentreffens der Frauen-Union (FU) Schweinfurt-Land. Unter dem Motto „Frauen mit Schwung“ lud der FU-Kreisverband ins Atelier der Künstlerin Isolde Folger nach Lindach ein. FU-Kreisvorsitzende Martina Gießübel war überwältigt von der positiven Resonanz und begrüßte zahlreiche, bunt gemischte Gäste aus Politik und Wirtschaft. Drei erfolgreiche Frauen standen Rede und Antwort, erzählten aus ihrem Leben mit vielen Hindernissen, die zu bewältigen waren und die letztlich zu ihren jetzigen Berufen geführt haben.


Sehr eindrucksvoll erfuhren die Gäste den Lebensweg von Isolde Folger, die als Frau ohne jegliche Ausbildung zuerst als Putzhilfe startete und die  heute eine angesehene Künstlerin mit Lehraufträgen an verschiedenen Kunstakademien ist. Wie wichtig Vernetzungen unter Frauen sind erläuterte Heike Frank, Mitbegründerin des Frauenkraftwerks Schweinfurt. Als Jungunternehmerin suchte sie damals Kontakt zu anderen Frauen. Gegenseitige Hilfestellungen waren es, die sie in Ihrer Selbständigkeit festigten und Fuß fassen ließen.

Bezirksrätin Christine Bender berichtete aus ihrer Tätigkeit als Landwirtschaftsrätin. Sie musste sich im Zuge der bayerischen Verwaltungsreform neu orientieren, da ihr Job wegrationalisiert wurde. Kraft schöpfte sie hierbei bei dem 900 Kilometer langen Fußmarsch von den Pyrenäen bis nach Santiago de Compostella auf dem Jakobsweg.

Martina Gießübel ermutigte die Frauen ihr Leben in die Hand zu nehmen: „Ehemänner sind heutzutage keine Lebensversicherung mehr!“ Viele Frauen sind gezwungen nach einer Phase der Kindererziehung oder auch der Trennung  wieder ins Berufsleben einzusteigen. Hierzu stellte die EU-Abgeordnete Dr. Anja Weisgeber die Entstehung der Stelle „Frau und Beruf“ im Landratsamt vor. Durch ihren Einsatz konnten entsprechende EU-Fördermittel abgerufen werden. Antje Stephan von der Beratungsstelle erläuterte die Arbeit der Beraterinnen vor Ort.

Den kurzweiligen Abend rundete ein vom FU-Kreisvorstand lecker kreiertes Buffet ab. Bei einem Glas Frankenwein wurden Kontakte unter den Frauen geknüpft und die ein oder andere Visitenkarte ausgetauscht.

Der Unterbezirk der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Schweinfurt – Kitzingen hat neu gewählt, was der Landtagsabgeordneten Sabine Dittmar einen Besuch wert war. Als Vertreterin des Verbraucher- Ausschusses berichtete Dittmar aktuell über den Skandal in der Großbäckerei Müller in München. Sie kritisierte, dass, obwohl seit 2009 eine Kontrollspezialeinheit die Bäckerei Müller überwachte und seit einem dreiviertel Jahr die Staatsanwaltschaft eingeschaltete ist, der Verbraucher wenig erfahren hat. Dittmar fordert daher eine Kontrolle nach Risikobereichen, mehr Kontrolleure sowie eine für den Verbraucher deutliche Kennzeichnung für kontrollierte Betriebe.

Die AsF-Bezirksvorsitzende Ursel Kiermeier berichtete über das Projekt „Sozialdemokratische Frauen interessieren und aufbauen“ (SOFIA), das sich landesweit zum Ziel gesetzt hat, Frauen für Politik zu interessieren, zu aktivieren und zu Kandidaturen in ihren Städten und Gemeinden zu bewegen. Interessierte können sich auf der Homepage der AsF-Unterfranken www.asf-unterfranken.de näher informieren und sich für unterschiedliche Seminare anmelden.

Im Amt bestätigt wurden die Vorsitzenden Angelika Fuchs und Corinna Lindacher. Beisitzer sind Zehra Akcay, Maria Albert-Wirsching, Lydia Bünner, Marietta Eder, Marie-Luise Fuhrmeister, Isabella Walter und Karla Wiedorfer. Das Bild zeigt v.li.: Ursel Kiermeier, Isabella Walter, Corinna Lindacher, MdL Sabine Dittmar, Marietta Eder und Maria Albert-Wirsching.


Von: Michael Horling