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Die Deutschen Landwirte

16.10.2020

Pressemitteilung zur Wahl des Bauernpräsidenten


Deutschland - Vor nunmehr einem Jahr begannen die Landwirte auf den Straßen und in den Städten zu demonstrieren-bis heute. Am 16. Oktober 2020 findet in Erfurt der Deutsche Bauerntag statt. Dort soll Joachim Rukwied als Präsident des Deutschen Bauernverbandes bestätigt werden.

 

Aufgrund der scheinbar negativen Stimmung gegen diese Wiederwahl erstellten Mitglieder des Bauernverbandes und des Landvolkes eine Umfrage. Ziel war es ein Stimmungsbarometer der Bauern mit validen Zahlen zu erhalten. Das Ergebnis war bereits nach weniger als 24 Stunden eindeutig. 61,4% der Mitglieder des Bauernverbandes wünschen sich eine bessere Berufsvertretung und entziehen Herrn Rukwied das Vertretungsrecht. 32,22% der Befragten sind kein Mitglied des Bauernverbandes, weil sie sich dort nicht vertreten fühlen. Nur 6,38% sind mit Herrn Rukwied und der Arbeit des DBV zufrieden. Dann wurde diese Umfrage von unbekannter Seite gemeldet und gesperrt.

Nach diesem Stimmungsbarometer erlaubt sich der Schluss, dass eine Wiederwahl Rukwieds nicht dem Willen der Bauern entspricht.

 

Alleine die Kandidatur Joachim Rukwieds widerspricht sowohl seinen eigenen Aussagen, dass der Bauernverband jünger und weiblicher werden muss, als auch der Tatsache, dass die landwirtschaftlichen Proteste aufzeigen: Die Bauern sind nicht gut vertreten. Wir fordern einen Präsidenten ein, der ausschließlich die Interessen der Landwirtschaft vertritt. Unser Anspruch an den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes ist, dass er die Landwirtschaft in eine gesicherte Zukunft führt.

 

Die Proteste haben gezeigt, dass die Landwirte sich mehr basisdemokratische Mitbestimmung wünschen.

Unter diesem Aspekt sind die Strukturen des DBV nicht mehr zeitgemäß. Der deutsche Bundesbürger hat auf allen Regierungsebenen ein Wahlrecht. Dieses Recht besteht innerhalb der Strukturen des Bauernverbandes derzeit nicht.

Daher ist die Anforderung an einen neuen Präsidenten, dass er dringend überfällige Reformen schnellstens umsetzt.

 

Die Personalie Rukwied steht für ein agrarpolitisches „weiter so“-anstatt für die dringend notwendige Erneuerung. Daher fordern wir die Delegierten eindringlich auf, die Erneuerung mit einer Nicht-Wiederwahl Rukwieds einzuleiten und damit der Lage auf den Höfen zu entsprechen.


Von: S. Thomas/Die Deutschen Landwirte