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Die St. Jakobskirche und die Friedhofsmauer in Mainstockheim vor der Renovierung

10.07.2013

Gemeindeversammlung Mainstockheim


Mainstockheim: Petrus fischte mit dem Netz im Roten Meer - in der Mainstockheimer Kirche St. Jakobskirche werden mit dem Netz herabfallende Teile der Kirchendecke "gefischt". Für Pfarrer Claus Deininger und seinem Kirchenrat ist das natürlich ein nicht zufriedenstellender Zustand. Deshalb ist eine Renovierung angedacht und am Montagabend wurde die Kirchengemeinde bei einer Versammlung über die geplante Maßnahme informiert. Nachdem Pfarrer Deininger in einem Rückblick die bisherigen Maßnahmen der letzten 400 Jahre an der Kirche und dem Friedhof beschrieb, zeigte der Mainbernheimer Architekt Martin Zeltner in einer Power-Point Präsentation die Schäden an der Kirche und der Friedhofsmauer vor. Dabei wurde deutlich, dass im Innenraum schon größere Schäden aufgetreten sind. Aber auch außen hat der Zahn der Zeit an der Fassade des Gebäudes genagt und man muss sich schon Gedanken um die Sicherheit der Menschen denken, die von herabfallenden Teilen verletzt werden könnten. 467.000 Euro würde diese Renovierung kosten, berichtete der Finanzchef der Kirchengemeinde, Werner Zürlein. Ein Zuschuss von 300.000 Euro kommt von der Landeskirche, 85.000 kann die Kirchengemeinde mit Eigenmittel und Eigenleistung aufbringen und vom Amt der Denkmalspflege erhofft man sich 10.000 Euro. Sollte der Rest nicht aufgebracht werden, müsste die Renovierung der Kirchenbänke, die Treppensanierung, der Bau einer Rampe zum barrierefreien Zugang zur Kirche und die Anschaffung einer neuen Beschallungsanlage erst einmal auf Eis gelegt werden. Horst Schiffler wollte wissen, wie lange die Renovierung dauern würde? Nach der Aussage von Zeltner würden die Maßnahmen, im Normalfall, in 18 Monaten beendet sein, können sich bei finanziellen Engpässen um weitere sechs Monate hinausziehen.

 

Eine zweite Baustelle ist die 120 Meter lange Friedhofsmauer, in der ein Loch von etwa fünf Meter klafft. Vor Jahren wurde schon einmal eine Lücke mit einer Betonmauer geschlossen, aber so eine Maßnahme ist diesmal nicht geplant. Reiner Knott fragte, ob es nicht eine billige und schnelle Möglichkeit gibt die Lücke zu schließen. Er favorisiert die Mauer mit großen Quadersteinen wieder aufzubauen. Architekt Zeltner antwortete, das Punkt eins, das der Bau mit Quadersteinen großes Gerät nötig wäre und dies wegen des Geländes fast unmöglich zu Händeln sei. Punkt zwei sei die Finanzierung. Zuschüsse für Renovierung der Mauer gibt es nur, wenn sie im alten Zustand wieder hergestellt wird. 307.000 Euro sind für diese Renovierungsmaßnahme geplant. Mit Eigenkapital und einem Zuschuss der politischen Gemeinde stehen etwa 54.000 Euro zur Verfügung. Darum wird die Renovierung der Friedhofsmauer nur in Teilanschnitten stattfinden können.


Von: ST