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"Ein Ort fröhlichen Spielens und Lernens": Das Haus Gottesgüte wurde modernisiert und energetisch saniert

07.10.2011

Oberlauringen - 55 Kinder und Heranwachsende leben momentan im Haus Gottesgüte, der Jugend- und Behindertenhilfe in Oberlauringen. Ein Teil des Heims, das einst ein Waisenhaus war, wurde nun für rund drei Millionen Euro renoviert und saniert. Bei der Einweihungsfeier in dem einen neu erstrahlenden Gebäude wurde aber auch klar: Nochmals die selbe Summe wird wohl notwendig sein, um die 1973 errichtete Förderschule der Behinderteneinrichtung, ebenfalls unter dem Dach der Diakonie Schweinfurt stehend, gleichfalls in Stand zu setzen. "Nach der Sanierung ist vor der Sanierung", beschreibt Heimleiter Gerhard Zimmermann die Situation.


"Wir arbeiten an Lösungen für diese Baustellen", versprach Innenstaatssekretär Gerhard Eck, nachdem der Staat bereits mit rund einer Million die energetische Sanierung der ersten Baukomplexe bezuschusste. "Ein Ort fröhlichen Spielens und Lernens" soll das Haus bleiben, so der Rügheimer Dekan Jürgen Blechschmidt, ein "Daheim werden für Menschen, die glücklich und zufrieden sind mit ihrem Leben". 80 Mitarbeiter kümmern sich im gesamten Haus darum, dass die Kinder, die auch aus anderen Landkreisen kommen, "in ihrer Persönlichkeit ausgebildet werden, damit sie gestärkt heraustreten in die Gesellschaft", wie es Landrat Harald Leitherer ausdrückte.

Geistrig erkrankte, psychisch oder in ihrer sozialen Entwicklung gestörte Kinder leben in Oberlauringen. Kinder, die woanders nicht mehr unterrichtet werden können, kommen theoretisch aus dem gesamten Bundesgebiet ins Haus Gottesgüte, um hier wieder in die Gemeinschaft integriert zu werden. "Elementar wichtig" sei das, so Friedel Heckenlauer. Der Bürgermeister der Marktgemeinde Stadtlauringen weiß auch, wie wichtig es ist, Verantwortung für die jungen Menschen zu übernehmen, ihnen Heimat und Wohnung zu bieten. Gelungen seien die Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen, die Architekt Christian Kern ausführlich vorstellte. Heizung. Elektronik, Dämmung, Anstrich - nichts blieb unangerührt. Finanziell ging beim Vorhaben aber fast die Luft aus, "weil die Fördermittel nur mit halber Kraft kamen."

Gerhard Eck kann da künftig sicher helfen, wenn es um die Schulsanierung geht. "Das hier ist eine besonders wichtige Einrichtung und der Gospelchor ist ganz fantastisch", lobte der Staatsekretär auch die musikalische Darbeitungen der Heimkinder. "Respekt vor dem, was hier mit christlichem Fundament geleistet wird", hat Eck. Dabei werde die Einrichtung nicht an den Rand der Gesellschaft gedrückt, sondern gehöre ganz einfach zu den Menschen in Oberlauringen. "Geborgenheit, Liebe und ein Stück weit Rückenwind" bekämen die Bewohner, die Mitarbeiter würden "Fingerspitzengefühl und Sensibilität" besitzen.

Aus der Stiftung der Sparkasse Schweinfurt, die ihr Vorstandsvorsitzender Johannes Rieger vertrat, überreichte harald Leitherer einen Scheck über 5000 Euro, dazu einen weiteren aus eigenen Landkreis-Mitteln. Friedel Heckenlauer schloss sich dem an - und auch Architekt Christian Kern hatte ein verschlossenes Geschenk dabei. Der finanzielle Grundstock ist also gelegt für weitere notwendige Maßnahmen rund um die Einrichtungen in Oberlauringen.

Die Fotos zeigen Staatssekretär Gerhard Eck und Landrat Harald Leitherer zusammen mit dem Gospelchor der Heimkinder, die Verantwortlichen rund um Architekt Christian Kern bei einem Rundgang durch die renovierten Räume sowie nebeneinander (von links) Landrat Harald Leitherer, Sparkassen-Vorstand Johannes Rieger, Heimleiter Gerhard Zimmermann und Dekan Jürgen Blechschmidt.


Von: Michael Horling