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Gegenseitig Kennenlernen und Vorurteile abbauen

09.11.2019

Im Mittelpunkt stand das gegenseitige Kennenlernen – rund 20 Jugendliche aus Israel wurden am Freitag zusammen mit ihren deutschen Gastgebern sowie Schulleitern verschiedener bayerischer Schulen von der Stadt Würzburg empfangen. Stadtrat Alexander Kolbow, der die Gäste im Ratssaal begrüßte, unterstrich wie wichtig es sei, miteinander in Kontakt zu kommen und sich gegenseitig kennenzulernen. "Würzburg an sich ist dabei eine internationale und offene Stadt", stellte Kolbow die gastgebende Stadt mit ihren Schulen und Hochschulen vor. Im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört, leben heute rund 130.000 Menschen in Würzburg, darunter knapp 40.000 Studenten. Dabei betonte Kolbow, dass es in dieser offenen und internationalen Stadt gelungen sei, das Rathaus von Rechtsextremisten freizuhalten. Dies sei auch Ziel für die anstehende Kommunalwahl für ein demokratisches Miteinander.

 

Auch wenn zwei Drittel der Deutschen gegen Antisemitismus auf die Straße gehen würden, so haben doch rund 20 Prozent Ressentiments gegenüber Juden, hob Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden hervor. „Diese Zahl ist zwar nicht größer geworden, aber man traut sich wieder etwas zu sagen“, stellte Schuster fest. Der rechtsextreme Tiefpunkt der jüngsten Zeit sei das Attentat von Halle gewesen. „Aber ich glaube, man hat dieses Signal verstanden“, so Schuster, der den Jugendaustausch mit Israel begrüßte: „Das beste Mittel gegen Antisemitismus ist, sich gegenseitig kennenzulernen“, so Schuster. Dies sei der beste Weg, um gegenseitig Vorurteile abzubauen.

 

Um dieses Kennenlernen zu unterstützen, lud Kolbow im Namen der Stadt im Anschluss zum Empfang und Austausch ein.

Foto: Christian Weiß

Von: S. Thomas/Ch. Weiß