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Herzstillstand. Was tun? Ein Leben retten!

16.09.2013

„Aktionstage 100 pro Reanimation“


Schweinfurt: Ein Herzstillstand kann jeden treffen. Verdreifachen Sie die Überlebenschance - Reanimation ist einfacher als man denkt! Bei einem Kreislaufstillstand zählt jede Minute: Je länger kein Blut durch den Körper zirkuliert, desto mehr Schaden nimmt das Gehirn. Doch nur 17 Prozent der Bundesbürger starten in Notsituationen überhaupt einen Wiederbelebungsversuch. Damit schneiden wir im EU-weiten Vergleich erschreckend schlecht ab. Nur wenige sind bereit, in Notsituationen mit einer Herzdruckmassage zu helfen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Schätzungsweise sterben jedes Jahr 10.000 Menschen, obwohl sie durch eine sofortige Wiederbelegung gerettet werden könnten. Für die Menschen in anderen Staaten der EU hingegen ist Erste Hilfe eine Selbstverständlichkeit. In Schweden und Norwegen führen beispielsweise 60 Prozent der Bevölkerung im Notfall eine Herzdruckmassage durch.

 

Schon nach wenigen Minuten ohne Sauerstoff stirbt das Gehirn ab.

Hält der Sauerstoffmangel fünf Minuten oder länger an, wird das Gehirn dauerhaft geschädigt. Die Mehrzahl - etwa zwei Drittel - der nach einem Kreislaufstillstand eingelieferten Patienten stirbt im Krankenhaus an den Folgen des Sauerstoffmangels im Gehirn. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Laien mit den Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, solange der Rettungsdienst noch unterwegs ist.

 

Je besser die Menschen informiert sind, desto eher helfen sie.

Vor allem die Angst, etwas falsch zu machen, verunsichert viele Menschen und schreckt einige sogar davon ab, Hilfe zu leisten. Die Woche vom 16.09. bis 22.09.2013 steht unter dem Motto "Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation" (www.100-pro-reanimation.de). Es handelt sich dabei um eine bundesweite Aktionswoche bei der gezeigt wird, dass es nicht schwer ist, Betroffenen das Leben zu retten: Mit nur wenigen, einfachen Schritten kann ein Herzstillstand festgestellt, der Notruf gewählt und die Herzdruckmassage begonnen werden. Der ASB Schweinfurt (Arbeiter-Samariter Bund) und die Anästhesie und operative Intensivmedizin des Leopoldina-Krankenhauses Schweinfurt unter Chefarzt Prof. Dr. Hauke Rensing bieten hierzu zwei Termine zur Demonstration und Übung der Ersthelfermaßnahmen bei einem plötzlichen Kreislaufstillstand an.

 

Am Dienstag, 17.09.2013 von 14:00 - 18:00 Uhr auf dem Schweinfurter Marktplatz (vor dem Rathaus)

und am Mittwoch, 18.09.2013 von 14.00 - 18.00 Uhr in der Eingangshalle des Leopoldina-Krankenhauses, wo auch anschließend von 18:00 - 19:30 Uhr ein Arzt-Patienten-Seminar zum selben Thema stattfindet.

 

Alle Veranstaltungen sind kostenlos und es ist keine Voranmeldung nötig. Diese Aktionen sollen das Bewusstsein der Bevölkerung für einfache Erste-Hilfe Maßnahmen schärfen und zum schnellen Handeln im Notfall motivieren. Alle Interessenten sind herzlichst willkommen.


Von: PM