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Heute wird´s politisch, das Schlagwort bei der Kreiskonferenz der AWO Kreis Kitzingen

12.07.2013

AWO-Kreiskonferenz


Kitzingen: Der Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Kitzingen, Gerald Möhrlein, begrüßte die zahlreich erschienenen Delegierten und stimmte sie mit den Worten ein: "Heute wird´s politisch". Die Konferenz nahm die obligatorischen Berichte entgegen und entlastete die Kassiererin Renate Schmitt einstimmig. Möhrlein ging in seiner Rede besonders auf die aktuellen politischen Themen der AWO-Fachbereiche ein.

 

Im Bereich Senioren forderte er eine Erhöhung des Personalschlüssels, eine Erhöhung der Attraktivität der Pflegeberufe und den Bürokratieabbau in der Pflege. Für die Abteilung "Integration und Beschäftigung" richtete der Kreisvorsitzende seine Forderung an den Sozialbezirk, das Jobcenter und die Bundesagentur für Arbeit: Der Ausschluss psychisch erkrankter ALG-II-Empfänger von der Förderung in Zuverdienstbetrieben, wie es die AWO-Gärtnerei in Kitzingen einer ist, muss zurückgenommen werden.

 

Nicht besser schaut es bei dem Zweig "Kinder, Jugend und Familie" aus. Unzureichende Förderungen der Ganztagsschulen und Mittagsbetreuung machen die tägliche Arbeit immer schwieriger. Die Planung ist zu kurzfristig und dem Personal können nur befristete Jahresverträge aufgrund der staatlichen Förderbestimmungen angeboten werden. Als größtes Problem für alle Bereiche nannte Möhrlein den großen Fachkräftemangel.

 

Er überreichte den Forderungskatalog Doris Aschenbrenner. Die Landtagskandidatin referierte im Rahmen der AWO-Konferenz über das Thema: "Hilfe Computer - Chancen des Internets für Seniorinnen und Senioren". Freiheit ist eines der höchsten demokratischen Errungenschaften. Dies werde nun durch Abhörangriffe und Belauschen gefährdet. Aschenbrenner richtete ihr Augenmerk auf  Bayern und kritisierte, dass Bayern im Bereich der Breitbandanbindung im ländlichen Raum nur eine unzureichende Versorgung böte. "Wo bleibt hier die Gerechtigkeit und die Chancengleichheit?", fragt sich Aschenbrenner.

 

Auch der SPD-Kreisvorsitzende Heinz Galuschka kritisierte in seinem Grußwort das Vorgehen des amerikanischen Dienstes NSA. Er bedanke sich bei Gerald Möhrlein für dessen Engagement und bei Margarete Herold für die Organisation der begleiteten AWO-Fahrten. Astrid Glos bedankte sich bei der Arbeiterwohlfahrt für die Beteiligung am Nachbarschaftsfest und beim Weihnachtsmarkt.

Das Foto zeigt die Übergabe des Positionspapiers: „Aktuelle politische Themen und Situation der Fachbereiche“ v.l. Astrid Glos (AWO-Ortsverein Kitzingen), Gerald Möhrlein (AWO-Kreisvorsitzender) , Doris Aschenbrenner (Landtagskandidatin), Heinz Galuschka (SPD-Kreisvorsitzender)

Von: ST