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IHK-Preis der Mainfränkischen Wirtschaft: 44.000 Euro für Forschung

29.03.2011

Würzburg – Auch in diesem Jahr unterstützt die IHK Würzburg-Schweinfurt die Forschung an der Universität Würzburg. Die bisherige Förderung aus der IHK-Firmenspende heißt künftig aber „Universitäts-Förderpreis der Mainfränkischen Wirtschaft“.


Über einen Scheck in Höhe von 44.000 Euro kann sich Dr. Christof Kneisel vom Lehrstuhl für Geographie I - Physische Geographie - an der Würzburger Universität freuen. Von dem Geld soll eine geoelektrische Multi-Elektroden Widerstandsmessapparatur angeschafft werden. Diese erlaubt es, künstliche und natürliche Widerstandsänderungen des oberflächennahen Untergrundes für geomorphologische, bodenkundliche, hydrogeologische und geoarchäologische Kartierungen zu erfassen. Im Rahmen der regionalen Forschungen sollen mit Hilfe der geoelektrischen Kartierungen der Einfluss unterschiedlicher Eigenschaften des Bodens und des oberflächennahen Untergrundes für den Boden- und Landschaftswasserhaushalt untersucht werden. Im Vordergrund steht dabei die drei- und vierdimensionale Erfassung und Charakterisierung der raum-zeitlich variablen Bodenwasserhaushaltsdynamik.

IHK-Präsident Dieter Pfister betonte bei der Scheckübergabe insbesondere das Kriterium der Praxisumsetzung bei der guten Zusammenarbeit zwischen regionaler Forschung und Wirtschaft: „Die mainfränkische Wirtschaft will insbesondere anwendungsorientierte Forschung als wettbewerbsrelevanten Faktor fördern.“, so Pfister. „Davon müssen die regionalen Unternehmen mehr profitieren können.“, so der IHK-Präsident.

Die IHK-Firmenspende bietet Forschern an der Universität Würzburg seit nunmehr 29 Jahren eine Hilfe beim Aufbau eines neuen Arbeitsgebietes, einer Arbeitsgruppe oder bei der Anlauffinanzierung für später geförderte Forschungsvorhaben. Seit Bestehen der Firmenspende sind insgesamt 86 Projekte mit rund 780.000,- Euro durch die IHK gefördert worden.

Im Jahr 1982 hatte die IHK zum 400. Geburtstag der Würzburger Universität die so genannte „IHK-Firmenspende“ ins Leben gerufen, um die konstruktive Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern. Damals beteiligten sich 1.200 mainfränkische Unternehmen daran, diese Verbindung zu stärken. Die Stiftung im Universitätsbund ist seitdem mehrfach aufgestockt worden, so dass sich bis heute ein Stiftungskapital von rund 1,1 Millionen Euro angesammelt hat, aus dem jährlich – je nach Zinslage – zwischen 35.000,- und 45.000,- Euro ohne Kapitalverzehr ausgeschüttet werden können.

Unabhängig davon arbeitet die IHK an einer weiteren Stiftung, die der Forschung an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt zu gute kommen soll. Ähnlich dem Stiftungsmodell zu Gunsten der Universität kündigte Pfister auch einen künftigen „FH-Förderpreis der Mainfränkischen Wirtschaft an, der ebenfalls jährlich vergeben werden soll. „Das ist auch der Grund, warum wir die bisherige Firmenspende umbenannt haben“, erklärte der IHK-Präsident. Durch die analoge Angleichung der Namen solle künftig klar ersichtlich sein, dass die mainfränkische Wirtschaft zwei Förderpreise vergibt.

Im Bild (v.l.): IHK-Präsident Dieter Pfister, Dr. Christof Kneisel (Lehrstuhl für Geographie I der Universität), Dr. Alfons Ledermann (Schriftführer Unibund), Professor Dr. Alfred Forchel (Universitätspräsident) und Professor Dr. Ralf Jahn (IHK-Hauptgeschäftsführer).


Von: Michael Horling