Soziale Netzwerke

  

Anzeige

_Kampagne „bunt statt blau“ startet in Stadt und Kreis Schweinfurt

08.02.2019

DAK-Gesundheit sucht bereits im zehnten Jahr die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch


Schweinfurt, Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne „bunt statt blau“ 2019 zur Alkoholprävention in Stadt und Landkreis Schweinfurt. Im zehnten Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken.

 

Hintergrund: 2017 kamen bundesweit 21.721 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, immerhin 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen wieder leicht gesunken. Experten fordern darum weiter eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

 

Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Kampagne für Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren durch Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml. Alle Schulen im Landkreis Haßberge sind eingeladen, das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht zu behandeln und durch ihre Schüler bis zum 31. März Plakate dagegen entwerfen zu lassen. Verbunden mit der Kampagne ist die „Aktion Glasklar“, die seit vierzehn Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über Risiken im Umgang mit Alkohol aufklärt. Nach den Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik, gab es beim sogenannten Komasaufen im Jahr 2017 im Landkreis Schweinfurt mit 34 betroffenen Jugendlichen einen Rückgang um über 17 Prozent, gegenüber 2016, mit 41 Betroffenen. In der Stadt Schweinfurt hingegen stieg die Betroffenenzahl 2017, von 28 im Jahr 2016, auf 32 an, was einer Steigerung von über 14 Prozent entspricht. „Eine regionale Alkoholprävention ohne den berüchtigten erhobenen Zeigefinger bleibt deshalb für uns unverzichtbar, um Kindern und Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzuzeigen. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten darum auch im Schulalltag diskutiert werden“, sagt Jörg Müller von der DAK-Gesundheit. Bei ‚bunt statt blau‘ werden die jungen Künstler selbst zu kreativen und glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Das macht diese Präventionskampagne so besonders.“

 

Zehn Jahre bunt statt blau

Seit 2010 haben bundesweit mehr als 95.000 junge Künstlerinnen und Künstler bunte Plakate gegen das Komasaufen gestaltet, darunter auch viele aus der Stadt und dem Kreis Schweinfurt. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern kräftig unterstützt. „Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, erklärten mehrere Lehrer hiesiger Schulen. „Mit ihren bunten Plakaten bekennen die kreativen jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch immer wieder neu ins Gespräch.“

 

Sonderpreis auf Instagram

Bei dem Plakatwettbewerb gibt es dazu im Jubiläumsjahr wertvollere Geld- und Sachpreise zu gewinnen als bisher. Außerdem winkt auch 2019 den Schülern, die über die sozialen Netzwerke teilnehmen, ein Instagram-Sonderpreis: Wer ein Bild von seinem Plakat oder ein Video hochlädt, kann eine Polaroid-Kamera inklusive Zubehör gewinnen.

 

Einsendeschluss am 31. März

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2019 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Schülerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury unter anderen, mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und DAK-Vorstand Andreas Storm, den Bundessieger. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau


Von: S. Thomas/W. Flaig