Soziale Netzwerke

  

Anzeige

Rot-grüne Rentenpläne finden breite Zustimmung

15.07.2013

Geiselwind: Großen Applaus vor 1200 Mitgliedern des VdK Unterfranken gab es für die Beiträge der Bundestagskandidaten von SPD und Grünen Ralf Hofmann und Martin Heilig bei einer Podiumsdiskussion in Geiselwind.

 

Hofmann erläuterte das Rentenkonzept der SPD, das nach 45 Versicherungsjahren eine abschlagsfreie Rente vorsehe. Dabei sollen auch Erziehungs- und Pflegezeiten sowie unverschuldete Arbeitslosigkeit besser als bisher angerechnet werden. Der SPD-Bundestagskandidat fordert zudem eine Aussetzung der Rente mit 67, so lange nicht mindestens die Hälfte der der 60- bis 64jährigen sozialversicherungspflichtig beschäftigt seien.

 

Das Rentenkonzept der SPD sehe zudem eine Solidarrente in Höhe von 850 Euro vor. " Diese nützt vor allen Frauen und Alleinerziehenden, die häufig nur in Teilzeit arbeiten können und aufgrund fehlender Kinderbetreuungsplätze benachteiligt sind! Auch Menschen, die aufgrund einer Erwerbsminderung beruflich eingeschränkt sind, würden davon profitieren. Erwerbsminderung und Erwerbsunfähigkeit sind Schicksale und dürfen nicht zusätzlich mit Abschlägen bestraft werden!" fordert Hofmann.

 

Sowohl Hofmann wie auch Heilig machten deutlich, dass sie diese Positionen teilten, die auch in einer rot-grünen Koalition sicher nicht strittig wären.

 

Die Pläne der CSU trafen auf große Ablehnung. Anja Weisgerber wurde mehrfach laut ausgebuht. Das zeige, so Hofmann, dass die amtierende Regierung sozialpolitisch weit weg von den Sorgen der Menschen sei. Dagegen fänden sich weite Teile des VdK-Forderungskatalogs zur Bundestagswahl "Soziale Spaltung stoppen - Armut jetzt bekämpfen" im Regierungsprogramm der SPD wieder.

 

Hofmann stellt fest, dass deutlich wurde, dass die von der CSU geforderte Mütterrente reine Wahlkampfrhetorik sei. "Die Finanzierung über die Rentenversicherung ist ein ungedeckter Scheck!" Die Plünderung der Rentenkasse führe nur zu weiteren Beitragserhöhungen, weswegen die SPD dies ablehne. Für Hofmann ist das eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: "Daher müssen die rund 13 Milliarden Euro, die es jährlichkostet, die Mütterrente für vor 1992 geborene Kinder anzugleichen, aus Steuermitteln bezahlt werden!“


Das rot-grüne Vorhaben, die bestehende Zwei-Klassen-Medizin durch eine Bürgerversicherung zu überwinden, fand ebenfalls großen Anklang. Empörung löste hingegen Weisgerbers Forderung aus, die Gesundheitspolitik stärker dem Markt zu überlassen. Die bayerische VdK-Vorsitzende und Präsidentin des VdK Deutschland Ulrike Mascher widersprach Weisgerber auch in diesem Punkt deutlich.

 

Foto: Links Ralf Hofmann SPD,   rechts Martin Heilig Grüne


Von: PM