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Schweinfurt will den Marathon-Weltrekord: Am Montagabend läuft OB Remelé gleich drei Mal die 200 Meter

23.09.2011

Schweinfurt - Gleich drei Mal 200 lange Meter laufen muss am kommenden Montagabend Sebastian Remelé. Schweinfurts Oberbürgermeister ist für drei Stafeln gemeldet, wenn über 200 Bürger im Willy-Sachs-Stadion den bestehenden Weltrekord im Marathonlauf brechen wollen. Zwei Stunden, drei Minuten und 59 Sekunden brauchte der Äthiopier Haile Gebrelassie 2008 in Berlin für die exakt 42,195 Kilometer lange Distanz. Die Benefizveranstaltung unter Flutlicht soll diese Zeit nun toppen.


Am Ort des Geschehens luden die Gesundheitskasse AOK und die Stadtwerke Schweinfurt als Initiatoren ein für letzte Informationen an die Medien. An sich stehen die 53 benötigten Staffeln bereits fest. Jeweils vier Personen laufen nacheinander 200 Meter und dürfen dafür nur rund 35 Sekunden benötigen. "So einfach ist das nicht", weiß Thomas Stepputat, Geschäftsführer der Stadtwerke. Gleich dabei waren er und sein Unternehmen, als es galt, die Veranstaltung zu organisieren. Die letzten beiden Jahre hieß es jeweils "Schweinfurt schwimmt", als im Silvana diverse Staffeln gegen Langstrecken-Weltmeister Thomas Lurz anraten. Nach zwei Durchführungen sollte es diesmal etwas Anderes sein - und da das Willy-Sachs-Stadion ohnehin heuer seinen 75. Geburtstag feiert, Leichtathletik Tradition hat in Schweinfurt, bot sich so ein Event natürlich an.

Prominenz fand sich ebenso: Frank Dünisch, Direktor der AOK, fiel es aber schwer, jemanden aus der Gegend zu engagieren. Und so ist es nun der Thüringer Nils Schumann, im Jahr 2000 immerhin Olympiasieger über 800 Meter, der anwesend sein wird. Nicht jedoch wie Lurz im Wasser dauerhaft gegen alle Staffeln. Schumann leitet ab 18.15 Uhr das Warming Up, läuft dann ab 19 Uhr und dem Startschuss die ersten 800 Meter, wird danach anwesend sein für Autogrammwünsche.

Bis kurz nach 21 Uhr reihen sich schließlich die Staffeln aneinander. Anders als im Silvana gibt es auch kein Schwimmen gegeneinander, sondern lediglich einen dauerhaften Staffellauf gegen die Zeit. Diverse Stadträte sidn wieder dabei, die Fußballer der Schnüdel, die Puckjäger der Mighty Dogs, Medien und große Firmen aus der Region, Schulen und Sportvereine. 14,4 Sekunden brauchte OB Remelé unlängst für 100 Meter. Macht hochgerechnet auf die doppelte Distanz sicherlich eine akzeptable Zeit. Die aber muss er drei Mal laufen....

"Bei zu vielen Joggern kann es in die Hose gehen mit dem Weltrekord", weiß Mitorganisator und Sprecher Sven Schröter, der dennoch zuversichtlich ist. Möglichst viele Zuschauer erhoffen sich Schirmherr Remelé, die AOK und die Stadtwerke, zumindest eine gut gefüllte Tribüne. Für Verpflegung ist bei freiem Eintritt gesorgt. Bei zehn Euro Startgeld pro Starter und schon jetzt einigen eingegangenen Spenden dürfte wieder ein schöner Betrag zustande kommen. Der geht diesmal an die Stiftung "Schweinfurt hilft schweinfurt" und wird damit erneut für einen guten Zweck eingesetzt. 2009 und 2010 landete gutes Geld im Leopoldina- bzw. im St. Josephs-Krankenhaus. "Fast schon Tradition" (Schröter) hat die Veranstaltungsreihe mittlerweile. Und wenn Thomas Lurz wie geplant 2012 in London erstmals Olympiasieger wird, dann gehen die Schweinfurter nächsten Sommer benefiz- und staffelmäßig sicher wieder ins Wasser.

Auf dem Bild von links: Mitorganisator und Sprecher Sven Schröter, Thomas Stepputat (Geschäftsführer der Stadtwerke Schweinfurt, Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Frank Dünisch (Direktor der AOK) und Karl-Heinz Körblein von der Stiftung "Schweinfurt hilft Schweinfurt".


Von: Michael Horling