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SPD: Grafenrheinfeld abschalten, Agro-Gentechnik verhindern

29.03.2011

Schweinfurt - MdB Frank Hofmann äußerte auf der Vorstandssitzung des SPD-Unterbezirks Schweinfurt/Kitzingen große Zweifel an der Bürgernähe des Kitzinger CSU-Abgeordneten. "Hat Hünnerkopf noch alle Bürgerinnen und Bürger seines Stimmkreises im Blick oder betreibt er Klientelpolitik, wenn er sich immer noch für die Atomkraft stark macht?"


Mit seinem Beharren auf Atomenergie, laut Pressebericht geäußert auf der Jahreshauptversammlung der CSU in Kitzingen, lasse er sich locker von Ministerpräsident Seehofer links überholen, schreibt Hofmann in einer Pressemeldung. Seehofer habe sich von der rückwärtsgewanden Atompolitik der Bundesregierung längst losgesagt und plädiert für einen raschen Ausstieg aus der Kernenergie rein in Erneuerbare Energien. Mit seinen altbackenen Äußerungen und der Mähr über den Zukauf von Atomstrom aus dem Ausland stelle sich der Kitzinger CSU-Abgeordnete jetzt auch innerhalb seiner Partei ins Abseits.

Sieben AKWs sind nach dem sogenannten Moratorium der Bundesregierung vom Netz, Grafenrheinfeld ist wegen Revision abgeschaltet, und die Energieversorgung der Bundesrepublik klappt immer noch, wundert sich die SPD. „Hat uns die CDU/CSU bisher belogen?“

Weiter fragt die SPD nach dem Standpunkt des Schweinfurter CSU-Stimmkreisabgeordneten Eck. "Was hört man von ihm zur Abschaltung des AKW Grafenrheinfeld und zur Kehrtwende seiner Partei in Sachen Energiepolitik?  Die SPD im Unterbezirk Schweinfurt/Kitzingen würde sich freuen, ihn bei den Montagsdemos gegen Atomkraft um 18 Uhr auf dem Georg-Wichtermann-Platz in Schweinfurt zu sehen", schreibt Hofmann.

Marietta Eder, Vertreterin der SPD im Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft, informierte über die Gedenkveranstaltung „25 Jahre: Tschernobyl mahnt“, die am Ostermontag, 25. April,  ab 12 Uhr  zwischen Garstadt und Bergrheinfeld stattfindet. „Wir wollen an diesem Tag an allen deutschen Atomkraftwerken an die vielen Opfer der Nuklear-Katastrophe in Tschernobyl erinnern und ein Zeichen setzen: Alle AKWs abschalten“

Außerdem verweist  die SPD auf  eine Petition im Deutschen Bundestag zur grünen Gentechnik "Agro-Gentechnik jetzt stoppen"  Diese Petition kann sowohl online unterzeichnet www.vielfalterleben.info/risiken-der-agro-technik/  als auch unterschrieben und per Fax oder Post geschickt werden. „Dieses Thema ist ein weiteres großes Anliegen der SPD im Unterbezirk Schweinfurt/Kitzingen und darf trotz der aktuellen Diskussion über die Energienwende nicht ins Abseits geraten“, mahnt Hofmann.


Von: Michael Horling