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„Vielseitigen und wichtigen Beruf gewählt“

01.10.2012

22 Damen und ein Mann haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen


Haßfurt/Schweinfurt : 22 neue Kranken- und Gesundheitspflegerinnen und ein Kranken- und Gesundheitspfleger haben es geschafft. Sie haben ihre Ausbildung in der gemeinsamen Berufsfachschule des Schweinfurter Leopoldina und der Haßberg-Kliniken erfolgreich absolviert. Jetzt stehen ihnen in einem zukunftsträchtigen Beruf alle Wege offen. Allein unter Frauen! Genau weiß man nicht, ob Igor Schmidt die letzten drei Jahre ehergenossen oder gelitten hat. Als einziger Mann hatte er neben 22 Damen im Oktober 2009 die Ausbildung in der Berufsfachschule für Gesundheits- und Krankenpflege angetreten. Am letzten Donnerstag lagen 4600 Ausbildungsstunden in Theorie und Praxis hinter ihm.

 

Stunden, in denen die richtige Pflege der Patienten genau gelernt werden durfte wie Hygiene, Anatomie, das freie Reden oder rechtliche und ethische Grundlagen des Berufs. Ein umfangreiches, nicht immer einfaches Gebiet. Am Donnerstag jedoch strahlte Igor Schmidt über das ganze Gesicht. Und mit ihm "seine" 22 Damen. Ein lautes, begeisterndes "Ja!" gefolgt von Jubelschreien hallte um kurz nach 15.00Uhr durch die Gänge der Schweinfurter Stadtwerke, in der die Schule seit einigen Jahren untergebracht ist. Klassenleiter Robert Koßner hatte seinen Schützlingen gerade verraten, dass alle auch die finale mündliche Prüfung erfolgreich überstanden haben.

 

"Wir sind stolz auf Sie", sagte der Lehrer für Pflegeberufe wenig später - gegen Ende desoffiziellen Teils - an seine Schüler gerichtet. Die anwesenden Lehrer und die Vertreter der Politik, sowie der beiden Krankenhäuser, die die Schule betreibenden - das Schweinfurter Leopoldina und die Haßberg-Kliniken bilden gemeinsam aus. Nicht nur, weil eine wichtige nicht immer einfache Etappe hinter den 22 Damen und dem einen Herrn liegt. "Sie haben gezeigt, dass sie teamfähig, leistungsbereit und flexibel sind", lobte Siegmund Kerker. Weit wichtiger war aber ein anderer Satz des stellvertretenden Landrats aus dem Landkreis Haßberge. "Sie haben einen sehr vielseitigen und wichtigen Beruf gewählt.

 

"Und einen der "eine richtig gute Zukunft hat", wie es Emil Etzel, Verwaltungsleiter des Leopoldina ausdrückte. In den letzten Jahren ist, auch aufgrund der demographischen Entwicklung, der Bedarf an Pflegekräften immer mehr gestiegen. Sowohl im Krankenhaus als auch im Bereich privater Dienste. "Um Arbeitslosigkeit brauchen sie sich keine Sorgen zu machen", erklärte Emil Etzel. Alleine zwölf der 23 Absolventen erhalten eine Anstellung im Leopoldina. Weitere drei arbeiten künftig als Gesundheits- und Krankenpfleger in den Haßberg-Kliniken. Der Rest bildet sich weiter oder hat anderswo eine Stelle gefunden.

 

„Ihr Beruf bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten“, strich auch Dr. Christof Potschka noch einmal heraus und hoffte, dass die 23 Teilnehmer in den drei Jahren nicht nur „sehr viel in sich reingepaukt“ haben (Emil Etzel), sondern auch viel gelernt haben. Für den Beruf und das Leben, „Ich wünsche ihnen, dass Sie sich später an viele schöne Momente aus der Ausbildung zurückerinnern können“, sagte der stellvertretende Prüfungsvorsitzende der Regierung von
Unterfranken. Ihm oblag es auch, gemeinsam mit Klassenleiter Robert Koßner und Schulleiter Udo Burger die Zeugnisse an die neuen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen zu überreichen. Ein Akt, der zum einen Abschluss, zum anderen aber auch ein Beginn war. Zu Ende geht damit die Ausbildungszeit, und es beginnt der Startschuss für die berufliche Karriere.

 

Und dieser ist ausdrücklich ein Grund zur Freude. Oder um es, mit Laura Sophie Menninger, die im Namen der Schüler „Abschiedsworte“ sprach, zu sagen. „Wir sind heute nicht hier, um das Ende unserer Ausbildung zu betrauern, sondern um den Anfang unseres Berufslebens zu feiern.“ Das wurde  auch ausführlich getan. Erst intern und dann mit der schon traditionellen Abschlussfahrt in die Bundeshauptstadt Berlin. Noch ein wenig mehr als ihre 21 Mitstreiterinnen und ein Mitstreiter durfte dabei Christin Ludwig strahlen. Die Gochsheimerin wurde für ihre herausragenden Leistungen in den letzten drei Jahren mit einem bayerischen Staatspreis ausgezeichnet.

Die neuen Kranken- und Gesundheitspfleger

Katharina Ambroziak (Haßfurt), Argnesa Avdyli (Schweinfurt), Dana Boer (Geldersheim), Jessica Bratfisch (Gochsheim), Sarah Eckert (Königsberg), Eileen Hahn (Obertheres), Kristina Heidt (Ebern), Anne Hepp (Happertshausen), Sabrina Hillenbrand (Pusselsheim), Lisa Jachol (Königsberg), Susanne Kleinlein (Ebern), Maria Konzur (Schweinfurt), Katja Kuhn (Bramberg), Christin Ludwig (Gochsheim), Laura Sophie Menninger (Schweinfurt), Stefanie Model (Sennfeld), Katharina Niklaus (Niederwerrn), Igor Schmidt (Wülfershausen), Melissa Schneider (Schweinfurt), Eva-Maria Sechser (Dankenfeld), Sabrina Seemann
(Stettbach), Jana Seubert (Knetzgau), Gerda Zerr (Niederwerrn)

Geschafft! Die neuen Kranken- und Gesundheitspfleger freuen sich zusammen mit ihren Lehrern und den Vertretern der beiden Krankenhäuser sowie der Politik.

Von: PM