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Rathenau-Schulen: Einstige Hinterkammer ist neuer Haupteingang

04.05.2011

Schweinfurt - Warm genug für Hitzfrei war´s zwar nicht. Dennoch durften die meisten Schüler des Walther-Rathenau-Gymnasiums und der gleichnamigen Realschule am Donnerstag bereits nach der vierten Unterrichtsstunde ab kurz nach 11 Uhr Schluss machen. Lediglich eine eigens für den Anlass zusammengestellte Bläsergruppe und die Chorklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufen hatten noch "Dienst". Für die Lehrer bestand eine höchst angenehme Anwesendheitspflicht bei der offiziellen Einweihung des Haupteinganges.


Unglaublich eigentlich: Einen solchen gibt es erstmals in der Geschichte der nach dem ehemaligen Reichsaußenminister benannten Schulen. "Bisher musste man sich Zutritt verschaffen über einen von vielen Nebeneingängen", weiß Schweinfurts Oberbürgermeister Sebastian Remelé, der selbst früher einige Zeit am Rathenau verbrachte. Damals noch und bis vor kurzer Zeit ging es hauptsächlich gleich vis a vis des benachbarten Olympia-Morata-Gymnasiums in die Schule hinein. Nun aber präsentiert sich der neue Eingang zur Ignaz-Schön-Straße hin gleich bei den Bushaltestellen wesentlich einladender. Was auch daran liegt, dass eine beleuchtete Hinweistafel mit dem Schullogo jetzt endlich auch den Unwissenden klar macht, vor welchem Gebäude man sich denn nun eigentlich befiindet.

"Trotzdem war die Baumaßnahme nicht unumstritten", erinnerte Remelé an fraktionsübergreifende Kritik an der Umsetzung, die immerhin 180.000 Euro kostete. Der Hartnäckigkeit einiger Stadträte (Remelé nannte bewusst Klaus Rehberger und Karl-Heinz Knöchel) sei es zu verdaken gewesen, dass ab August 2010 gebaut wurde. Und zwar rund um einen einstigen Hof, "in dem ich früher nie weilte, weil er eine Hinterkammer der Schule war", so Remelé.

Was nun entstand: Ein Eingangsbereich im mediteranen Flair mit neuem Belag, Begrünung, einem kleinen Brunnen, Sitzgelegenheiten mit Beschattung und Beleuchtung. Die bislang begrenzende Natursteinwand wurde zur Straße hin geöffnet, eine Schiebetüre lädt nun zum Betreten des Rathenau ein. Im Hof selbst macht das Verweilen jetzt richtig Spaß. "Hoffentlich auch den Schülern", dachte Sebastian Remelé da schon wieder an deren Tage, die länger dauern als bis kurz nach 11 Uhr....


Von: Michael Horling