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"Wir dienen dem Leben!": Erste Sanierungsarbeiten im Krankenhaus Markt Werneck sind abgeschlossen

02.10.2011

Werneck - Denkt man an das Krankenhaus in Werneck, dann wohl zunächst mal das Bezirkskrankenhaus im Schloss. Das Orthopädische und das Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin. Doch gleich nebenan gibt es ja auch noch das kommunale Krankenhaus des Marktes am neu gestalteten Balthasar-Neumann-Platz. Für 3,82 Millionen Euro (bei rund zwei Millionen Euro Fördergeldern) wurde dieses Krankenhaus nun saniert. Nach Abschluss des ersten und zweiten Bauabschnitts durfte gefeiert werden.


Innenstaatssekretär Gerhard Eck lobte als Festredner Werneck als "etwas ganz Besonderes mit seinen Einrichtungen. Mittelpunktsfunktion in der Region" habe die Marktgemeinde. Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl und all ihre Vorgänger wie Rudolf Reith und der heute noch amtierende, stellvertretende Landrat Paul Heuler hätten "uneingeschränkt alle Kraft für das Haus zur Verfügung gestellt". Nun erfuhr das Krankenhaus eine Verjüngungskur, wurde auf den neuesten Stand gebracht. Zwei OP-Säle wurden umgebaut und zusammengelegt, ein Aufwachraum neu gebaut. Schleusen, Sterilisationabteilung und Personal-WC´s entstanden ebenfalls teils komplett neu, zudem Versorgungs- und Lagerräume. Ein Blockheizkraftwerk soll für eine jährliche Energieeinsparung von 15.000 Euro sorgen.

"Sie haben einen gewaltigen Kraftakt gestemmt", lobte Eck, "um das Haus zukunftsfähig zu machen. Beispielgebend für Bayern" sei so ein kommunales Krankenhaus im Zeitalter von Rantabilität, Rationalisierung und Privatisierung im Gesundheitswesen, so der Staatssekretär, der Zahlen parat hatte: Während in den letzten 20 Jahren im Freistaat die Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft von 242 auf 208 weniger wurden, stieg die Zahl der privaten Kliniken von 72 auf 114.

"Wir dienen dem Leben" lautet seit der Gründung im Jahr 1944 das Motto für die Arbeit des Krankenhauses. Es stand zunächst auf dem Areal des heutigen Kreis-Altenheims. Als Luftangriffe im zweiten Weltkrieg das Krankenhaus in Schweinfurt zerstörten, wurde dessen Infektionsabteilung nach Werneck verlegt. Weil deshalb Entbindungen in Werneck nicht mehr möglich waren, entstand im August 1944 an der Stelle einer alten Zehntscheune ein neues Entbindungsheim mit 20 Betten und wurde die Wiege des späteren Gemeindekrankenhauses. Erweiterungen, Umbauten und Sanierungen folgten im Lauf der Jahre. Das Grundversorgungs-Krankenhaus Markt Werneck mit seinen heute 50 Betten ist ein reines Beleghaus. Die Gemeinde unterhält es als eine von wenigen Kommunen in Bayern auf freiwilliger Basis.

Edeltraud Baumgartl weiß: Ohne Gerhard Ecks Einsatz und Engagement wäre die notwendige Förderung niicht möglich gewesen, wäre der Fortbestand des Krankenhauses Markt Werneck nicht mehr gesichert gewesen."

Das Foto zeigt von links: Heinrich Keller (Vorstand des Krankenhauses Markt Werneck), Landrat Harald Leitherer, Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl, Dr. Wolfgang Kellermann (Ärtesprecher) und Gerhard Eck (Staatssekretär im Innenministerium und Festredner).


Von: Michael Horling