Würzburg Unter großem Zuschauerinteresse eröffnete Oberbürgermeister Christian Schuchardt die Ausstellung „Nichts war verglich – Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“. Die Ausstellung würdigt den Mut von Frauen, die sich gegen den Terror des NS-Systems stellten. Die auf Roll-ups dargestellten 18 Biografien machen deutlich, auf welch‘ vielfältige Weise Frauen dem Regime die Gefolgschaft verweigerten. Sie verfassten und verteilten Flugblätter, sie boten Verfolgten Unterschlupf, sie klärten im Ausland über das Unrecht in Deutschland auf.
Immer folgten sie ihrem Gewissen – und setzten damit ihr Leben aufs Spiel. Der Anteil dieser Frauen im Kampf gegen den NS-Staat ist in der Öffentlichkeit noch immer wenig bekannt.
„Wir leben heute in einer Demokratie. In Artikel 1 unseres Grundgesetzes steht „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Gleichwohl gibt es in unserer Gesellschaft Ausgrenzungen, Diskriminierungen von Menschen. Niemals darf dies wieder passieren und wir müssen den Anfängen wehren – d.h. jede und jeder von uns, kann und soll sich einsetzen – für unsere demokratische Gesellschaft, für die Wahrung der Menschenrechte und für ein friedliches und respektvolles Miteinander“, so Schuchardt.
Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von Birgit Süß mit „Ilse Totzke – Eine Würzburgerin, die widerstand!“, einem Lied aus ihrem Programm „Nie bereut – Widerstand von Frauen 1933 – 1945“, das am 25. Januar im Theater am Neunerplatz Premiere hat. Eine Schulklasse der Don Bosco Berufsschule beschäftigte sich anhand eines vorbereiteten Fragenkatalogs sogleich intensiv mit der Ausstellung.
Die Ausstellung wird präsentiert von der Gleichstellungsstelle der Stadt Würzburg, dem AK Stolpersteine und der Akademie Frankenwarte. Sie ist bis zum 31. Januar in der Behr-Halle im Rathaus Würzburg, Eingang Vierröhrenbrunnen, kostenfrei zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8.30 – 16 Uhr, Freitag 8.30 – 12 Uhr.

