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AWO-Co-Landesvorsitzende Nicole Schley und AWO-Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Protschka:

„Wir fordern Taten statt hehrer Worte“

- München -

Lohngerechtigkeit, Gewaltprävention, mehr Frauen in Führungspositionen: Forderungen der bayerischen Arbeiterwohlfahrt zum Internationalen Frauentag

 

„Wir müssen auch in dieser vermeintlich aufgeklärten Zeit weiter an der Gleichberechtigung arbeiten, denn auch in Deutschland sind die Verhältnisse für Frauen alles andere als paradiesisch. Was Gleichstellung von Männern und Frauen angeht, klafft zwischen Anspruch und Wirklichkeit noch ein großer Unterschied. Beispielsweise verdienen Frauen durchschnittlich 1192 Euro weniger als Männer – pro Monat! Das hat gesellschaftliche und soziale Folgen, etwa, weil Frauen im Durchschnitt weniger als die Hälfte der Rente, die Männer beziehen, bekommen. Und es gibt die traurig stimmende Statistik, dass jeden dritten Tag in Deutschland eine Frau von einem Mann ermordet wird, wobei die Gefahr mehr im eigenen Haushalt als auf der Straße besteht“, erklärt Nicole Schley, Co-Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bayern und Mitglied im Hauptausschuss des Bayerischen Frauenrats, anlässlich des morgigen Internationalen Frauentags.

 

Tacheles spricht auch Brigitte Protschka, stellvertretende Vorsitzende und Gleichstellungsbeauftragte des AWO-Landesverbands: „Längst brauchen wir Taten statt vieler hehrer Worte. Das männliche Macht- und Imponiergehabe muss aufhören und einem kooperativen Handeln weichen. Die riesigen Probleme unserer Zeit lassen sich nur in einem gemeinsamen Kraftakt nach dem Motto ,We act now‘ lösen. Das können Frauen besser. Gefragt ist zupackender Pragmatismus. Deswegen brauchen wir mehr Frauen in obersten Führungspositionen als Entscheidungsträgerinnen. Das gilt selbstverständlich auch für die Arbeiterwohlfahrt. Mit der paritätisch besetzten Doppelspitze der AWO Bayern haben wir den Anfang schon gemacht.“

Brigitte Protschka