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Bei „Solidaritätsshow“ im IMMERHIN ging die Post ab

Warum der Jugendkulturtreff Familien in Krisen unterstützt

Würzburg --- Ein Tattoo aus der Hand des „Black Goat“-Studios kostete zwar etwas, doch der Erlös wurde komplett gespendet. Dasselbe galt für die Musik der vier Bands, die den gut einhundert Feiernden im „IMMERHIN“ kräftig einheizten. Die Gruppen T.S.A.R.G., Prying Eyes, Geezers und The Rolling Chocolate Band traten ohne Gage auf. Auch Kuchenbäcker und Thekenhelfer waren ehrenamtlich im Einsatz. Läden wie „318 Powlers“ aus Albertshofen und „Zeychen & Wunder“ aus Würzburg verkauften Lederkunst, Goldschmiedearbeiten und Motorradzubehör, und spendeten aus den Erlösen. Der Jugendkulturtreff im Basement der Posthalle am Hauptbahnhof hatte sich kräftig ins Zeug gelegt, ging es doch um ein Herzensanliegen der Beteiligten: Mit der Benefizveranstaltung des „Immerhin“ sollten Familien in Krisensituationen unterstützt werden.

 

7.000 € für das EBZ

Vom Nachmittag bis tief in die Nacht ging schon am 13. Januar im „IMMERHIN“ die Post ab, abgerechnet wurde aber erst jetzt. Heraus kam ein Erlös von 5.500 €, den das Evangelisch-Lutherische Dekanat Würzburg als Träger des IMMERHIN auf 7.000 € aufrundete. Dieser Betrag ging am 16. Februar an den Förderverein des Evangelischen Beratungszentrum (EBZ) der Diakonie für „Familien in Krisen“.

 

Zerbrechliche Familien

„IMMERHIN“-Sprecher Peter Ott: Als Jugendkulturtreff wissen wir aus vielen Geschichten in den eigenen Reihen, wie wichtig es ist, dass das familiäre Umfeld passt und wie zerbrechlich es schnell sein kann. Wir wollen, dass Hilfe ankommt, wenn sie gebraucht wird, nicht erst, wenn schon alles zu spät ist“. Dazu gehören finanzielle Mittel, aber auch entsprechende Bekanntheit. Für beides wollten wir mit unserer Aktion sorgen“.

 

Nöte nehmen zu

Andreas Schrappe, Leiter des EBZ und Diakonie Vorstand, freute sich gleich doppelt: „Mit dem Geld können wir zügig und unbürokratisch helfen, wenn die Ratsuchenden besondere Unterstützung benötigen, die durch die öffentliche Förderung nicht mehr abgedeckt ist. In solche Krisen geraten Familien, wenn ein Elternteil von Erkrankung oder Behinderung betroffen ist, oder durch Arbeitsunfähigkeit die materielle Versorgung der Kinder erschwert wird. Solche Nöte nehmen seit einiger Zeit leider zu.“

BU: v. li: Dekanatsjugendreferentin Magdalena Kurth, Daniel Peter, Manfred Knorr, Viola Peter, Marko Müller, Susanna Gleixner, Christoph Warmuth, Andreas Schrappe und Peter Ott vor dem Jugendkulturtreff „IMMERHIN“ bei der symbolischen Scheckübergabe, Foto: Claudia Kaufhold, Diakonie Würzburg