Soziale Netzwerke

  

Anzeige

Bevölkerungsprognose: Bis zum Jahr 2040 leben 2.200 Menschen weniger im Landkreis Würzburg

BBSR legt neue Bevölkerungsprognose für die Stadt- und Landkreise vor

LANDKREIS WÜRZBURG - Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat die Ergebnisse der neunten Bevölkerungsprognose veröffentlicht. Bis zum Jahr 2040 wird mit einem Bevölkerungsrückgang von rund 1,3 Millionen Einwohnern in Deutschland gerechnet. Die Gesamteinwohnerzahl sinkt damit auf insgesamt 81,9 Millionen Menschen. Für den Landkreis Würzburg wird ein Rückgang von 1,4 Prozent und für die Stadt Würzburg von 3,7 Prozent im Vergleich zu 2017 vorhergesagt.

 

„Es gilt diese Entwicklungen kritisch zu begleiten, da es sehr starke Schwankungen bei unseren 52 Gemeinden mit den 113 Ortsteilen geben wird. Daher ist eine gute Infrastruktur, Breitbandausbau, Sicherung der Nahversorgung und genügend Wohnraum sowie Angebote für alle Generationen entscheidend“, betont Landrat Thomas Eberth. „Die Innenentwicklungsstrategie des Landkreises Würzburg kommt da genau richtig, um Flächenverbrauch zu reduzieren und zukünftige Chancen der Dorfkerne zu sichern“, ergänzt der Leiter der Kreisentwicklung Michael Dröse.

 

Die statistischen Auswertungen der Bevölkerungsprognose des BBSR sagen einen Rückgang der Gesamtbevölkerung im Landkreis Würzburg von 161.300 Einwohnern im Jahr 2017 auf 159.100 im Jahr 2040 voraus. Damit steht der Landkreis Würzburg im unterfränkischen Vergleich gut da, in etwa gleichauf liegt der Landkreis Schweinfurt mit -1,3 %. Am schwersten trifft es die Landkreise Rhön-Grabfeld (-8,4 %), Main-Spessart (-6,3 %) und Bad Kissingen (-5,9 %). Nur für die Stadt Aschaffenburg wird eine positive Tendenz von +2,3 % vorhergesagt.

 

„Dass der Bevölkerungsrückgang den Landkreis Würzburg nicht so stark trifft, liegt auch an der Attraktivität des Oberzentrums Würzburg, den vielfältigen Arbeitsplätzen in unterschiedlichen Bereichen, den Schulen und Universitäten, der Attraktivität der Region und vielen weiteren positiven Faktoren,“ so der Landrat. „Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen und müssen ständig mit neuen Angeboten die Menschen in der Region halten. Daher entwickelt der Landkreis Würzburg gemeinsam mit dem Kommunalunternehmen Naherholungskonzepte, seniorenpolitische Gesamtkonzepte oder die Mobilität von Morgen weiter.“

 

Der Bevölkerungsrückgang betrifft im Landkreis Würzburg vor allem die Altersgruppe zwischen 20 und 65 Jahre. Deren Anteil sinkt von 60 % auf 53 %, wobei gleichzeitig der Anteil der über 65-jährigen zukünftig 28 % der Gesamtbevölkerung ausmacht (2017 waren es noch 21 %). „Gerade der zunehmende Anteil von älteren Menschen muss die Gemeinden aufhorchen lassen. Hier gilt es über andere Freizeit-, Wohn und Betreuungsangebote in allen Kommunen – klein wie groß - nachzudenken“, betont der Landrat. Der Kreisentwicklung und den Gemeinden wird dabei zunehmend eine wichtige Bedeutung zukommen“ sind sich Landrat Eberth und Kreisentwickler Dröse sicher.

 

Das BSSR berechnet seine Prognosen auf der Grundlage von statistischen Auswertungen langjähriger demographischer Entwicklungen. Dazu gehören innerdeutsche Wohnortswechsel sowie Geburts- und Sterbefälle. Daher können die Auswirkungen von unvorhergesehene Krisen und nachhaltig wirkenden Katastrophen nicht in die Modelle mit einberechnet werden.

 

Die neunte Bevölkerungsprognose des BSSR mit den Daten für alle Städte und Landkreise sind nachzulesen unter www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/fachbeitraege/raumentwicklung/raumordnungsprognose/2040/01-start.html?nn=2547954.