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„Biker’s Dream“ im Rückspiegel

Ein Rückblick auf den Motorrad-Gottesdienst in ökumenischer Weite am Samstag, den 8.August 2026 im ökumenischen Zentrum in Würzburg-Lengfeld.

Würzburg: Der MoGo hatte den Blick auf traumatische Erlebnisse im Leben gerichtet. Er brachte sie in Kontakt mit den guten Träumen vom Leben, die sich u.a. beim Motorradfahren verwirklichen und ebenso ein Thema des Glaubens sind. „Selbstwirksamkeit“ ist eine gute Ressource, betont die Traumatherapie, so Pfarrer, Biker und Traumatherapeut Frank Witzel in der Ankündigung zu dem spirituellen Biker-Event mit Rockmusik.  Wolfgang Schott alias „Schotti“ (Gesang) und Volker Büchs (Gitarre) von der fränkisch-schwäbischen Rockband „Double UC“ gaben alles für das „Rockin‘and Bikin‘ all my Blues away“. Das Feeling, dass Rockmusik und Motorradfahren trübe Gedanken vertreiben können, war spür- und erlebbar.

Bikerpfarrer Frank Witzel zitierte zahlreiche Biker mit der Erfahrung: „Motorradfahren ist meine Psychotherapie, Rockmusik ebenso.“ Dabei werde auch eine Sehnsucht nach echtem, wildem, authentischem Leben zur Sprache gebracht, die etwas mit der „Fülle des Lebens“ zu tun habe, von der die Bibel und der Glaube sprächen. Die Ressourcen des Glaubens bestünden vor allem darin, Lebensängste zu trösten und zu überwinden. So bekomme man Kopf und Herz frei für authentische, echte und hilfreiche Wahrnehmungen und Reaktionen beim Motorradfahren und dem Leben als Ganzem. „Unchain my heart“ – „Löse die Ketten, mache mich frei!“, sei das Motto des Lebens mit Gott. Passend dazu wurde der alte Rocksong von Joe Cocker authentisch und echt von Schotti und Volker interpretiert.

Fellow Rider (s.a.: www.fellowsride.com) waren dabei. Bei ihrem Grußwort betonten die Biker, die weltweit Motorradfahren und Suizidprophylaxe verbinden, dass „zwischen Helm und Kopf beim Motorradfahren keine depressiven Gedanken passen“. Ihre „Mission“ sei die Freude am Biken und das Aufklären über seelische Probleme, um Selbsttötungen zu verhindern. Die Zahl der Suizidopfer sei nämlich viermal höher als die Opferzahlen aller Verkehrsteilnehmer in Deutschland.

Pfarrer Frank Witzel bestätigt diese Analyse nicht nur an diesem Tag aus traumatherapeutischer Sicht. Hier gäbe es effektive Hilfe, sofern das Thema nicht verschwiegen werde. In den Fürbitten nahm Jugenddiakon Johannes Bindner die Notfallseelsorge und Rettungseinsätze mit auf, als ein die Feuerwehr-Sirenen (ungeplant) im Gottesdienst zu hören waren. Ortspfarrer Stefan Meyer betonte, dass beim Motorradgottesdienst ausdrücklich alle herzlich willkommen sind: „Von Kinderwagen und Bobby-Car bis Rolli und Rollator ist alles o.k. die Motorräder ebenso "

Danach gab es noch Zeit und Gelegenheit für persönliche Segnungen, Benzingespräch und Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst nicht getroffen hätten. Toll war, dass Haupt- und Ehrenamtliche harmonisch zusammengearbeitet haben, um diesen intensiven, spirituellen und rockigen Event zu ermöglichen. Die großartigen Fotos von Alfred Söhlmann vom Fotoclub im ÖZ erzählen davon. Danke !

Beim ersten MoGo im ÖZ waren vielleicht ein Dutzend Teilnehmer*innen anwesend. Ein Jahr später waren es um die dreißig. Nun kamen 50 bis 60 Interessierte. Wenn es so weiterwächst, erleben wir jährlich etwas, das alle(!) begeistern kann. Denn „Motorradfahren ist eine treffende Metapher für das ganze Leben und den Kern des Glaubens“, ist Frank Witzel überzeugt. Da passt es gut, dass der MoGo ein Element der Jubiläumsfeiern war zu 50 Jahre ÖZ-Lengfeld. Wir danken dabei auch herzlich unserem Sponsor „Evangelische Bürgerstiftung im Dekanat Würzburg“, für den sehr hilfreichen Zuschuss dazu. Wir danken auch allen kirchlichen und nicht-kirchlichen Kommunikationspartner*innen für die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit.

Darum: Bitte weitersagen! Der nächste MoGo kommt bestimmt!

Mehr Infos gibt es auch unter:  www.motorrad-evangelisch.de  

Fotos: by Alfred Söhlmann Fotoclub 

Foto 2: Vorbereitungen: Der MoGo war Teamwork. Im Bild v.l.n.r.: Joachim Reigel (fellow rider), Johannes Bindner (Jugenddiakon), Volker Büchs (Gitarre, Double UC), Wolfgang Schott (Gesang, Double UC), Frank Witzel (Bikerpfarrer)

Foto 3: „Unchain my heart“. Yes! Wolfgang Schott begeisterte mit präsentem, intensivem Gesang konzentriert und souverän begleitet von Volker Büchs an der E-Gitarre.

Foto 4: Beim Motorradfahren und im Glauben: Die Konzentration auf das Wesentliche zählt

Foto 6: Zwischen Kopf und Helm passen keine Suizidgedanken.

Foto 7: Gute Gemeinschaft davor und danach

Foto 9: Es bleibt Dankbarkeit für einen gelungenen, toleranten, authentischen, spirituellen Event.