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BLUTROTER REGENTENBAU AM 30. NOVEMBER 2020

Internationaler Aktionstag „Städte gegen die Todesstrafe“

Am 30. November 2020 wird der Regentenbau ganz dramatisch in den Farben Orange und Rot angestrahlt. Hintergrund ist die Beteiligung der Stadt Bad Kissingen am XIX. Internationale Aktionstag „Cities for Life – Städte für das Leben/Städte gegen die Todesstrafe”. Diese Initiative wurde 2002 von der Gemeinschaft Sant’Egidio gestartet.

 

An diesem Tag werden weltweit Aktionen zur Sensibilisierung der Zivilgesellschaft durchgeführt, um eine Kultur der Achtung des menschlichen Lebens zu stärken und erneut dazu aufzurufen, die Todesstrafe universal abzuschaffen. Der internationale Tag „Cities for Life” ist die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für die Achtung der Menschenrechte auch in schwierigen Situationen. In Deutschland haben sich in den vergangenen 18 Jahren fast 300 Städte an dieser Aktion beteiligt. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte. Im Dezember 2020 wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum wiederholten Mal über eine Resolution für ein universales Moratorium der Todesstrafe abstimmen. 2018 stimmten 123 Länder für ein Hinrichtungsmoratorium. Auch Amnesty International sieht die Staatengemeinschaft insgesamt auf einem guten Weg zur Abschaffung der Todesstrafe, meldet aber dennoch für 2019 die Hinrichtung tausender Menschen in 20 Staaten weltweit und mindestens 2307 neue Todesurteile in 56 Ländern. (Quelle: www.amnesty.de/allgemein/pressemitteilung/amnesty-bericht-zur-todesstrafe-2019).

 

Die Gemeinschaft Sant’Egidio

 

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 70.000 Mitgliedern in ca. 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Seit 1998 engagiert sie sich gegen die Todesstrafe und setzt sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen in der World Coalition against the Death Penalty für ihre universale Abschaffung ein. Laut Angaben der Gemeinschaft Sant‘ Egidio ist die Todesstrafe weltweit in 300 Ländern abgeschafft, in 150 Ländern gibt es ein Moratorium, d.h. die Todesstrafe wird nicht mehr ausgeführt und in 50 Ländern darf sie noch vollzogen werden. Mehr dazu unter nodeathpenalty.santegidio.org/en