Soziale Netzwerke

  

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„Cards of Courage“

Der Bezirksjugendring Unterfranken präsentiert ein innovatives Methodenset für die antirassistische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – analog und digital

Würzburg - „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein bundesweites Netzwerk. Als neues Angebot für die rassismuskritische Arbeit mit Schulklassen und Jugendgruppen entwickelte die Regionalkoordination Unterfranken die „Cards of Courage“. Auf 40 FrageKarten werden Impulsfragen zu 10 Themengebieten rund um Alltagsrassismus und Formen des Engagements gegen Rassismus formuliert.

 

Kann man Rassismus „verlernen“? Die Themengebiete decken aktuelle Felder wie z.B. (Cyber)-mobbing und Diversität ab, behandeln aber auch Grundlegendes wie Fragen zu Demokratie und Gesellschaft heute. Die „Cards of Courage“ laden spielerisch zum Diskutieren ein. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und stehen sowohl analog als auch online in einer digitalen Variante für die Arbeit mit Engagierten aus dem Netzwerk zur Verfügung. Die Jugendlichen können mit Hilfe der Fragen ihre eigene Meinung überdenken und Wege finden, sich als Einzelne, aber auch gemeinsam gegen Rassismus stark zu machen.

 

Durch regelmäßige Projekttage und Aktionen der Netzwerkschulen setzen Schüler:innen und (Lehr-) personal Zeichen gegen Diskriminierung. Durch Projektpat:innen werden sie in ihrem Handeln gegen Rassismus unterstützt. Birgit Süss Kabarettistin und Patin einer Würzburger „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Schule: „Das Methodenset ist meiner Meinung nach eine wunderbare Möglichkeit, um an Schulen auch knifflige Themen sensibel anzusprechen. Die Impulsfragen laden dazu ein, sich auszutauschen - und sie können somit auch helfen, vielleicht auch im Alltag achtsamer zu sein und respektvoll miteinander umzugehen. Was mir gut gefällt - man „lernt“, dass die eigene Meinung zählt. Man kann sich einbringen - und bekommt vielleicht durch die Arbeit mit dem Methodenset auch Lust darauf, eine aktive Rolle einzunehmen, und für eine vielfältige Gesellschaft einzustehen. Schad, dass es sowas zu meiner Zeit in der Schule nicht gab!“

 

Seit 2006 gibt es das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ auch hier in Unterfranken. Bis dato haben 86 Schulen den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ erworben. Zu erkennen sind die Netzwerkschulen an einem Silber-schwarzem Schild, das häufig vor der Eingangstür am Gebäude befestigt ist. Doch nicht nur das Aushängeschild zeugt von der Mitgliedschaft im Netzwerk. Das Engagement gegen Rassismus muss Aufgabe eines jeden Einzelnen sein - und zwar jeden Tag. Denn Rassismus versteckt sich in alltäglichen Situationen, Handlungen und Gesprächen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint.

 

Die Regionalkoordination Unterfranken ist beim Bezirksjugendring angesiedelt. Sie ist Ansprechpartnerin für die unterfränkischen Netzwerkschulen und begleitet diese auf dem Weg zum SOR-Titel. Sie stellt umfangreiche Materialien für das Engagement gegen Rassismus bereit und bietet Vernetzungs- und Fortbildungsangebote für Schulen des Courage Netzwerks.

 

Beim nächsten Netzwerktreffen, das Ende April online stattfinden wird, hat die digitale Variante der „Cards of Courage“ Premiere und wird bei den angebotenen Workshops eingesetzt. Zudem erhalten alle 86 unterfränkischen Netzwerkschulen ein kostenfreies Exemplar der aufwendig gestalteten Karten in stabiler Kartonbox.

 

Das Methodenset „Cards of Courage” – Impulse geben – Ins Gespräch kommen, ist für Jugendliche ab der 7 Jahrgangsstufe geeignet und kann bei der Regionalkoordination Unterfranken gegen einen kleinen Unkostenbeitrag erworben werden.

Bildmaterial: Bild 1: Birgit Suess Patin @Birgit Süss xx Bild 2: Cards_of_Courage-Rund. @Bezirksjugendring Unterfranken xx Bild 3: Karten-Hand.jpg @Bezirksjugendring Unterfranken xx Bild 4: Methodenset-Box. @Bezirksjugendring Unterfranken