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COP 27: Fridays for Future fordert konsequente Veränderung statt Greenwashing

Berlin: Anlässlich der 27. Weltklimakonferenz (COP) kündigt Fridays for Future internationale Protestaktionen an. Klimaaktivist*innen aus der ganzen Welt werden in Ägypten sein und dort trotz der schwierigen Menschenrechtslage Druck auf die Verhandler*innen ausüben. Parallel werde es zahlreiche Demonstrationen in Deutschland geben, die auf das Ausmaß der Klimakrise und die gemeinsame Verantwortung der Staatengemeinschaft hinweisen. 

"Scholz ist ein Greenwashing-Kanzler. Er profiliert sich mit seinem angeblichen "Klima Club", während er gleichzeitig die Klimaverhandlungen untergräbt. In Wahrheit treibt er nämlich die Abhängigkeit von fossilen Energien durch seinen Einsatz für neue Gasprojekte z.B. im Senegal weiter voran und verlagert so die Emissionen, anstatt sie einzusparen!", so Fridays for Future-Sprecherin Annika Kruse, die selbst an der Klimakonferenz teilnimmt.

Fridays for Future betont erneut die besondere Verantwortung Deutschlands als historisch viertgrößter Emittent und fordert entsprechend verbindliche und konkrete Zusagen der Bundesregierung.

– Grundlage für die Konferenz müsse eine Verbesserung der Menschenrechtssituation in Ägypten darstellen; so fordert die Bewegung, dass sich die Ampel für eine Freilassung aller politischen Gefangenen und eine Stärkung der ägyptischen Zivilgesellschaft einsetzt.

 – Insbesondere deshalb müsse Deutschland sich auf internationaler Ebene für eine angemessene Klimafinanzierung im globalen Süden einsetzen. Gelder für Klimaanpassung,Verluste und Klimafolgekosten müssten von den reichsten Ländern zur Verfügung gestellt werden - Dies sei eine Frage der Gerechtigkeit.

 – Weiterhin müsse Deutschland einen Ausstiegsplan für jegliche Investitionen in Kohle, Öl und Gas vorlegen und die Finanzierung fossiler Projekte auch auf internationaler Ebene sofort beenden.
 

"Die Menschenrechtslage in Ägypten ist alarmierend. Als Ausrichter der Konferenz will sich das Regime, das 60.000 politische Gefangene zählt, grün und gerecht waschen. Die Bundesregierung darf dieses gefährliche Schauspiel nicht mitmachen. Die Freiheit zivilgesellschaftlicher Proteste ist eine Grundbedingung für demokratischen Klimaschutz und für Klimagerechtigkeit",  fügt Darya Sotoodeh, Sprecherin von Fridays for Future in Deutschland, hinzu. 

 

 

Foto: by Fridays for Future