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Corona: Uniklinikum Würzburg betreibt bald Bayerisches Testzentrum

Das Uniklinikum Würzburg startet im Auftrag von Stadt und Landkreis Würzburg zum 1. November 2020 ein so genanntes Bayerisches Testzentrum. In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Hygiene und Mikrobiologie sowie dem Institut für Virologie und Immunbiologie der Uni Würzburg können dort täglich bis zu 160 kostenlose und schnelle Testungen auf das Corona-Virus durchgeführt werden.

Im August dieses Jahres hatte die Bayerische Staatsregierung beschlossen, dass jede kreisfreie Stadt und jeder Landkreis mindestens ein „Bayerisches Testzentrum“ einrichten soll. Dort soll sich jede*r kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen können. In Würzburg gibt es seit gut zwei Monaten dazu bereits die Teststrecke auf der Talavera. Zum 1. November 2020 startet das Uniklinikum Würzburg (UKW) auf dem Klinikums-Altgelände im Stadtteil Grombühl im Auftrag von Stadt und Landkreis ein weiteres solches Testzentrum. Dies wurde am 27. Oktober durch die Unterschriften von Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Landrat Thomas Eberth, dem Ärztlichen Direktor des UKW, Prof. Dr. Georg Ertl, und Prof. Dr. Oliver Kurzai vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg besiegelt.

 

Willkommene Ausweitung der Testkapazitäten

„Das Uniklinikum sowie die Institute für Virologie und Immunbiologie und für Hygiene und Mikrobiologie zeigten sich mit der gleich zu Beginn der Pandemie in Deutschland spontan eingerichteten Untersuchungsstelle als verlässliche Partner, insbesondere wenn es um zeitkritische Testungen geht und die Befunde schnell vorliegen müssen. Ich freue mich, dass sich unsere fruchtbare Zusammenarbeit nun durch den Vertragsabschluss für ein ‚Bayerisches Testzentrum Universitätsklinik‘ noch intensiviert und die Testkapazitäten ausgeweitet werden“, kommentierte Landrat Eberth. Und Oberbürgermeister Schuchardt führte aus: „Ich bin nicht nur froh, sondern auch dankbar, dass auf Initiative der Stadt Würzburg bei der Staatsregierung dieses weitere Testzentrum auf städtischem Gebiet installiert wird. Wir brauchen die Gewissheit, auf ausreichende Testkapazitäten zugreifen zu können. Durch die Einigkeit im Vorgehen und die Kooperation auf Augenhöhe schaffen wir gemeinsam Sicherheit für die Bevölkerung von Stadt und Land.“

Prof. Ertl und Prof. Kurzai sind ihrerseits dankbar, dass durch die jetzt gefundene Lösung die Finanzierung des Personals für die wichtigen Testungen durch den Bayerischen Staat sichergestellt ist.

 

Zwei Untersuchungslinien in Haus D20

Für den Betrieb des Testzentrums greift das UKW auf die bereits in diesem Frühjahr extra umgebauten und mit zwei Untersuchungslinien ausgestatteten Räume in Haus D 20 an der Josef-Schneider-Straße zurück. „Beide Linien zusammen haben eine maximale Kapazität von 220 Tests pro Tag. Davon werden wir 160 für das Bayerische Testzentrum nutzen. Der Rest soll der Testung von Klinikumsbeschäftigten und Studienpatienten dienen“, kündigt Prof. Ertl an.

 

Zuweisung durch das Gesundheitsamt

Die Testpersonen für das Bayerische Testzentrum werden vom Gesundheitsamt zugewiesen. „Menschen mit Corona-Symptomen und solche, die mit an Corona Erkrankten Kontakt hatten, können am Testzentrum Universitätsklinik binnen 24 Stunden getestet werden. Die Ergebnisse werden ihnen innerhalb weiterer 24 Stunden per Telefon, E-Mail und Brief mitgeteilt“, schildert Prof. Dr. Kurzai. Das Zentrum ist nach aktuellem Stand werktäglich von 8:00 bis 15:30 Uhr geöffnet. In speziellen Zeitfenstern können dank einer engen Zusammenarbeit mit der Universitäts-Kinderklinik auch Kinder unter sieben Jahren getestet werden.

Wichtig: Ein Corona-Test ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich – entweder unter Tel: 0800 2019444 oder über www.testzentrum-wuerzburg.de.

Bildunterschrift: Mit ihren Unterschriften besiegelten Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des Uniklinikums Würzburg (vorne), Prof. Dr. Oliver Kurzai vom Institut für Hygiene und Mikrobiologie der Uni Würzburg, Landrat Thomas Eberth und Oberbürgermeister Christian Schuchardt (von links) die Einrichtung eines Bayerischen Testzentrums „Universitätsklinik“. Bild: Margot Rössler / Uniklinikum Würzburg