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Den alten Streuobstsorten auf der Spur

Streuobst- und Sortentag in Markt Herrnsheim am Donnerstag, 19. September

Markt HerrnsheimStreuobstwiesen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Sie prägen das Landschaftsbild und bieten zahllosen Tierarten Nahrung und Unterschlupf. Doch wer kennt sie noch? Kitzinger Taubenapfel, Hänserbirne, Purpurroter Cousinot, Röhrlesbirne oder Winterpfalzgräfin sind regionaltypische Apfel- und Birnensorten. Sie stehen oft unerkannt auf unseren heimischen Streuobstwiesen oder sind bereits verschollen. Der „Streuobst- und Sortentag“ am Donnerstag, 19. September, von 15 bis 19 Uhr in der Gemeinde Markt Herrnsheim soll dazu beitragen, dass die genetische Vielfalt an alten und regionalen Obstsorten erhalten bleibt.

 

Veranstaltet wird der „Streuobst- und Sortentag“ vom Landschaftspflegeverband Kitzingen, im Speziellen von Jonas Braun, dem Projektmanager Fränkische Obstlandschaften am Landratsamt. Neben der ökologischen Bedeutung des Streuobsts, spielt auch die genetische Vielfalt eine besondere Rolle. Alte Obstsorten, speziell die Landsorten (Lokalsorten) sind in der Regel ökologisch angepasst, robust und widerstandsfähig. Sie werden von der Bevölkerung aufgrund ihrer typischen Eigenschaften in Bezug auf Geschmack und Verarbeitung besonders geschätzt. Deshalb kann auch jeder Besucher unbekannte Obstsorten mitbringen. „Wir werden versuchen sie zu bestimmen und geben interessante Informationen rund um die Streuobstwiese und alte Obstsorten“, erklärt Jonas Braun.

 

Für die Bestimmung der mitgebrachten Obstsorten sind 3-5 wurmfreie und gesunde Früchte pro Sorte mitzubringen. Getränke stehen vor Ort zur Verfügung. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Los geht es um 15 Uhr mit Begrüßung und kurzer Einführung durch Jonas Braun und Linda Schatz, Tourismusbeauftragte Willanzheim, am Streuobstlehrpfad. Eine Obstsortenwanderung durch den Streuobstlehrpfad schließt sich an mit einer Einführung in die Geschichte der Pomologie, Vorstellung verschiedener Apfel- und Birnensorten mit den sortentypischen Merkmalen und Verwendungsmöglichkeiten, Reife, Lagerung und Anfälligkeiten einer Sorte, außerdem werden allgemeine Probleme im landschaftsprägenden Obstbau durch einen Pomologen erläutert. Ab 17 Uhr gibt es in der Marktschänke eine kleine Obstsortenausstellung, mit Informationen und der Obstsortenbestimmung mitgebrachter Fruchtproben. Geleitet wird der „Streuobst- und Sortentag“ von Jonas Braun sowie von Steffen Kahl, Streuobstfachkraft und Pomologe.

Foto: Steffen Kahl