Soziale Netzwerke

  

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Der Landkreis Kitzingen informiert

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Digitale Teilhabe im Klassenzimmer: Landkreis Kitzingen führt Avatare für langzeiterkrankte Schülerinnen und Schüler ein

Kitzingen: Der Landkreis Kitzingen geht einen weiteren Schritt in Richtung digitaler und inklusiver Bildung: Mit Unterstützung des DigitalPakts Schule wurden fünf sogenannte Schul-Avatare angeschafft, die bei Bedarf an den verschiedenen Schulen im Landkreis eingesetzt werden können. Sie ermöglichen es langfristig oder chronisch erkrankten Schülerinnen und Schülern, auch von zuhause aus aktiv am Unterricht und am Schulleben teilzunehmen.

Im Landratsamt Kitzingen fand dazu kürzlich ein Workshop statt, bei dem Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Schulen in die Nutzung der Avatare eingeführt wurden. Neben einer praktischen Einweisung berichtete der Hersteller No Isolation über Erfahrungen aus anderen Regionen und zeigte, wie vielfältig die digitalen Lernhelfer eingesetzt werden können. Besonders hervorgehoben wurde dabei, dass der Avatar allen gesetzlichen Datenschutzrichtlinien vollständig entspricht und somit einen sicheren Einsatz im schulischen Alltag ermöglicht. Finanziert wurde das Projekt zu 90 Prozent über Fördermittel eines Sonderprogramms des DigitalPakts Schule. Die Anschaffungskosten liegen bei rund 4.000 Euro pro Gerät. Jede der fünf Landkreisschulen entsendet künftig sogenannte Multiplikatoren, die vor Ort als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für den Einsatz der Avatare fungieren.

Landrätin Tamara Bischofbetonte die Bedeutung des Projekts für die Bildungsregion: „Mit dem Einsatz der Avatare schaffen wir ein Stück mehr Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich. Kinder und Jugendliche, die krankheitsbedingt längere Zeit nicht am Unterricht teilnehmen können, behalten so den Anschluss an ihre Klasse – sowohl fachlich als auch sozial. Der Avatar zeigt, wie Digitalisierung echten Mehrwert schaffen kann – ganz nah am Menschen.“ Der Avatar vertritt Schülerinnen und Schüler virtuell im Klassenzimmer. Über eine App können sie in Echtzeit am Unterricht teilnehmen, zuhören, sich melden oder mit Lehrkräften und Mitschülerinnen und Mitschülern kommunizieren. Der kleine Roboter verfügt über Kamera, Mikrofon, Lautsprecher sowie Licht- und Bewegungsfunktionen, mit denen die Kinder ihre Aufmerksamkeit oder Stimmung ausdrücken können – etwa durch Kopfdrehung, virtuelles Handheben oder wechselnde Lichtsignale. Langfristige Fehlzeiten betreffen viele Schülerinnen und Schüler und können erhebliche Auswirkungen auf Bildungschancen und soziale Integration haben. Durch den Einsatz der Avatare können Isolation und Lernrückstände verringert und die Rückkehr in den Schulalltag erleichtert werden.

Seit einigen Wochen sind die Avatare nun an verschiedenen Schulen im Landkreis im Einsatz – mit durchweg positivem Feedback. Lehrkräfte, Mitschülerinnen und Mitschüler sowie die betroffenen Kinder selbst berichten von deutlich mehr Teilhabe und sozialer Nähe als bei einer reinen digitalen Zuschaltung. Der Avatar wird im Unterricht selbstverständlich integriert, oft sogar mit in die Pause genommen. So bleibt auch der soziale Kontakt zur Klasse lebendig. Mit dem Projekt zeigt der Landkreis Kitzingen, dass Digitalisierung an Schulen mehr ist als Technik: Sie kann Gemeinschaft fördern, Brücken schlagen und echte Teilhabe ermöglichen – auch über das
Klassenzimmer hinaus.

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„Test jetzt!“ – Bayerische HIV-Testwochen vom 2. bis 30. November 2025 auch in der Region Kitzingen

Kitzingen: Im Rahmen der Bayerischen HIV-Testwochen 2025 bieten Gesundheitsämter, AIDS- Beratungsstellen und AIDS-Hilfen unter dem Motto „Test jetzt!“ erneut die Möglichkeit, sich anonym, vertraulich und mit kompetenter Beratung auf HIV testen zu lassen. Das Gesundheitsamt Kitzingen weist darauf hin, dass HIV-Tests dort ganzjährig kostenlos und anonym durchgeführt werden.

Terminvereinbarung: Tel. 09321 – 928 3304 oder -3306
Der Test erfolgt durch eine Blutentnahme. Wichtig: Zwischen einer möglichen Ansteckung und dem Test sollten mindestens sechs Wochen liegen, um ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten. Das Ergebnis liegt innerhalb einer Woche vor und wird in einem persönlichen Beratungsgespräch besprochen. Dabei können auch Fragen zu anderen sexuell übertragbaren Infektionen thematisiert werden.

Zusätzliche Schnelltest-Aktion während der Testwochen
Während der HIV-Testwochen bietet das Gesundheitsamt Kitzingen zusätzlich eine kostenlose und anonyme HIV-Schnelltestaktion an – ohne Terminvereinbarung. Im Gegensatz zum regulären Labortest liegt das Ergebnis hier bereits nach wenigen Minuten vor.
Bitte beachten: Für ein aussagekräftiges Ergebnis muss der mögliche Risikokontakt mindestens 12 Wochen zurückliegen.
Ort:Gesundheitsamt Kitzingen, Alte Poststraße 6 b, 97318 Kitzingen, Seminarraum 2. OG Termin:Donnerstag, 20. November 2025, 15:00–18:00 Uhr Kontakt: gesundheitsamt(at)kitzingen.de Telefon: 09321 – 928 3304 oder -3306

Weitere Testmöglichkeiten in Unterfranken
Ganzjährig bietet auch die HIV-/AIDS-Beratung Unterfranken der Caritas Würzburg HIV- Schnelltests an:Ort:Bahnhofstraße 4–6, 97070 Würzburg Terminvereinbarung: Tel. 0931 – 386 58200 Testung ohne Termin:jeden Mittwoch von 16:00 bis 18:00 Uhr
Weitere Informationen finden Sie unter:  www.aidsberatung-unterfranken.de und  www.testjetzt.de

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Kreisstraße KT 56 am Schwanberg wieder für den Verkehr freigegeben – erster Bauabschnitt erfolgreich abgeschlossen

Kitzingen: Nach rund einem Jahr Bauzeit ist ein erster Bauabschnitt der Kreisstraße KT 56 am Schwanberg abgeschlossen und wieder vollständig für den Verkehr freigegeben. Die Straße ist die zentrale Verbindungsachse vom Landkreis Kitzingen hinauf auf den Schwanberg – zu einem Ort, der für viele Menschen Ziel von Arbeit, Erholung, Spiritualität und Tourismus ist. Die Sanierung des rund 400 Meter langen Teilabschnitts war aufgrund erheblicher Straßenschäden und eines instabilen Untergrunds notwendig geworden. In dem Abschnitt wurde ein talseitiges Stützbauwerk auf bis zu 18 Meter langen Mikropfählen errichtet, um die Fahrbahn dauerhaft zu sichern. Gleichzeitig mussten Anforderungen des Natur- und Landschaftsschutzes berücksichtigt werden, da die Straße durch mehrere Schutzgebiete verläuft – darunter das FFH-Gebiet „Vorderer Steigerwald“ und der Naturpark Steigerwald.

Eine Vollsperrung war nicht möglich, da die KT 56 die einzige Zufahrt auf den Schwanberg darstellt. Deshalb erfolgten die Arbeiten unter halbseitiger Sperrung mit Ampelregelung. Trotz der Einschränkungen zeigten die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer viel Verständnis. Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt liegen bei rund 2,4 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern fördert die Maßnahme mit 70 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, also rund 1,4 Millionen Euro. Insgesamt sind für die komplette Sanierung der fast 2,5 Kilometer langen Kreisstraße 9,5 Millionen Euro veranschlagt.

Landrätin Tamara Bischof betonte bei der Verkehrsfreigabe: „Mit dem Ausbau der KT 56 investieren wir in die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit unserer Infrastruktur. Die Straße ist die einzige Verbindung auf den Schwanberg und damit ein wichtiger Zugang für den gesamten Landkreis. Trotz schwieriger Bedingungen ist es gelungen, eine stabile und nachhaltige Lösung zu schaffen. Ich danke allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis während der Bauzeit.“

Der nächste Bauabschnitt der KT 56 ist bereits ausgeschrieben. Der Baubeginn ist für März 2026 vorgesehen, die Bauzeit soll rund zwölf Monate betragen. Damit wird die Sanierung der wichtigen Schwanberg-Zufahrt in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt.

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Vom Kriegergedächtnis zur Friedensbotschaft: Landkreis Kitzingen und Stadt Marktbreit gestalten Erinnerungsort neu

Landkreis Kitzingen: Der Landkreis Kitzingen entwickelt in Abstimmung mit der Stadt Marktbreit die bisherige  Kreiskriegergedächtnisstätte zu einem Friedens- und Erinnerungsort weiter. Mit Beschluss des Wirtschafts- und Kulturausschusses vom 26. Juni 2025 wurde die Umbenennung offiziell beschlossen. Damit rücken Frieden, Freiheit und demokratische Verantwortung in den Mittelpunkt – bei gleichzeitiger Wahrung des Gedenkens an die Opfer von Krieg, Gewalt und Terror.

„Ohne Frieden keine Freiheit! Ohne Gedenken keine Mahnung!“
Der neue Ort soll nicht nur an vergangenes Leid erinnern, sondern zu Dialog, Nachdenken und Verantwortung anregen. Das Projekt wird vom Landkreis Kitzingen getragen, der die Finanzierung übernimmt und Fördermittel beantragt. Beteiligt sind das Landesamt für Denkmalpflege, die Kreisheimatpflege, die Kreisarchivpflege und die Stadt Marktbreit. Gestaltung und Maßnahmen Entlang des Weges zur Moritzkapelle entstehen Informationsstelen, die die Geschichte des Ortes von 1324 bis heute darstellen. QR-Codes bieten digitale Vertiefungsmöglichkeiten. Im Innenraum bleibt die Gedenkfigur als historisches Zeugnis erhalten, wird aber neu in den Friedensgedanken eingebettet. Die nach innen versetzte Eingangstür ermöglicht Einblicke auch bei verschlossener Kapelle – ein Symbol für Offenheit und Transparenz.

Eine Informationstafel erläutert die neue Botschaft des Ortes. Künftig soll der Platz auch für pädagogische Projekte genutzt werden.
Der Landkreis stellt bis zu 25.000 Euro bereit, Fördermittel sind beantragt.

Einladung zum Gedenken am Volkstrauertag – 16. November 2025
Zur Gedenkfeier am Volkstrauertag am neuen Friedensdenkmal in Marktbreit sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Die gemeinsame Feier des Landkreises Kitzingen und der Stadt Marktbreit findet am Sonntag, 16. November 2025, um 17.30 Uhr an dem jetzt umbenannten Friedensdenkmal in Marktbreit statt (Eintreffen ab 17.00 Uhr).

Die Veranstaltung steht erstmals unter dem Zeichen des neu gestalteten Friedens- und Erinnerungsortes und soll die Verbindung von Gedenken und Friedensbotschaft sichtbar machen. Im Anschluss besteht für dieteilnehmende Bevölkerung die Möglichkeit, die Kapelle von innen zu besichtigen.

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Längere Wartezeiten in der UVG-Stelle des Jugendamts
Im Zeitraum vom 10. bis 21. November 2025 kann es in der Unterhaltsvorschussgesetz-Stelle (UVG-Stelle) des Jugendamts im Landratsamt Kitzingen aufgrund technischer Wartungsarbeiten zu längeren Wartezeiten kommen. Die Öffnungszeiten bleiben unverändert, jedoch steht in diesem Zeitraum nur eingeschränkte technische Kapazität zur Verfügung. Dadurch kann es zu Verzögerungen in der Bearbeitung von Anträgen und bei der persönlichen Vorsprache kommen.

Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, wird gebeten, vorab einen Termin zu vereinbaren. Antragsunterlagen können weiterhin bevorzugt am Empfang abgegeben werden.Das Landratsamt bittet um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen und entschuldigt sich für eventuelle Unannehmlichkeiten.

Foto 1: Avatar Klassenzimmer: Vor kurzem angeschafft und schon voll im Einsatz: Der Avatar in der Realschule Kitzingen Foto: by Benno Schwab

Foto 2: Avatar Vorstellung: Landrätin Tamara Bischof und Renate Moller bei der Vorstellung des Avatar im großen Sitzungssaal Foto: by Benno Schwab

Foto 3: Die symbolische Freigabe der KT 56 markiert den erfolgreichen Abschluss des ersten Baubschnitts Foto: by Benno Schwab

Foto 4: V.l. Bürgermeister Harald Kopp, Matthias Will, Landrätin Tamara Bischof und Joachim Gattenlöhner am neuen Straßenschild – es zeigt die Umbenennung zum Friedens- und Erinnerungsort. Foto: by Benno

Foto 5: An der neuen Eingangstür informiert eine Tafel mit QR-Code über den Friedens- und Erinnerungsort. Foto: by Benno Schwab