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DGB: „Bezahlbar ist die halbe Miete“

Mieterhöhungen von 15 Prozent bis 56 Prozent in der Region

Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist bezahlbarer Wohnraum heute Mangelware. Auch in Schweinfurt und Umgebung steigt für viele Beschäftigte die Miete schneller als der Lohn. Im Rahmen des DGB Zukunftsdialogs fand deshalb unter dem Motto „Bezahlbar ist die halbe Miete“ auch in der Schweinfurter Innenstadt der gewerkschaftliche Aktionstag statt. Zwar sind die örtlichen Mieten hier im Vergleich zu Ballungszentren für Normalverdiener noch erschwinglich, die Dynamik der Preissteigerung nimmt jedoch zu, heißt es in einer Pressemeldung des DGB Schweinfurt. So stiegen die Mietpreise nach Neuvermietung in der Stadt Schweinfurt im Mittel in vier Jahren bis 2018 um 15,5 Prozent auf 6.62 € je qm und im Landkreis um 26,5 Prozent auf 6,50 € je qm, während es in der Stadt Würzburg schon 10,32 € je qm sind. Um Schweinfurt führt die Gemeinde Gochsheim das Mietpreismittel mit 7,27 € je qm an, während die Preissteigerung in Hammelburg mit plus 56,15 Prozent unterfrankenweit führend ist.

 

Für den DGB Kreisvorsitzenden Martin Schmidl ist ein wesentlicher preistreibender Grund der Abbau von Sozialwohnungen: „Gab es in Schweinfurt vor 20 Jahren noch mehr als 5600 Sozialwohnungen, sind heute nur noch gut 2900, also fast die Hälfte weniger.“ Die Stadt und der Freistaat Bayern hätten 20 Jahre untätig verstreichen lassen „und jetzt haben wir den Salat“, so Schmidl.

Problematisch sei die Lage auch in Schweinfurt, weil mehr als 7500 Menschen von Sozialleistungen wie Hartz IV oder Grundsicherung im Alter leben müssen und tausende Beschäftigte, die im Niedriglohnsektor nur sehr wenig Geld verdienen. Gerade für jene Betroffene brauchen wir bezahlbaren Wohnraum für den kleinen Geldbeutel.