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„Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) begrüßt Debatte über sexistisches Liedgut!“

Würzburg

Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Würzburg begrüßt, dass „Layla“ nach dem 1. Festwochenende auf Kiliani nicht mehr gespielt werden durfte! Grund dafür ist der eindeutig sexistische Text. Als Veranstalterin hat die Stadt Würzburg selbstverständlich jedes Recht, Einfluss auf die Musik zu nehmen, die auf ihrem Volksfest gespielt wird. So auch schon vorher geschehen beim „Donaulied“.

„Was sexistisch ist, ist keine Frage des persönlichen Geschmacks oder des individuellen Empfindens. Auch Texte, die Sex zum Thema haben, sind nicht unbedingt sexistisch. Für die Einstufung gibt es klare Kriterien: Eine Frau auf ihr Geschlecht und ihr Aussehen zu reduzieren, sie als (verfügbares) Objekt darzustellen, erfüllt diese Kriterien zweifellos.“ sagt AsF Vorsitzende Dorothee Klinksiek.

„Die Stadt Würzburg hat vor kurzem die Europäische Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern unterzeichnet. Es ist also nur konsequent, dass sie gegen sexistisches Liedgut auf ihren Veranstaltungen vorgeht. Solche sexistischen Lieder schaffen das Klima für sexuelle Belästigung und Gewalt. Insofern ist es ein erster richtiger Schritt. Doch dabei darf es nicht bleiben. Wichtig ist jetzt, darüber zu diskutieren, wie Frauen sich sicher auf Würzburgs Festen bewegen können“ so die stellv. AsF Vorsitzende Lore Koerber-Becker.

Deshalb schlägt die AsF vor, auf großen Festen und Großevents Security Points einzurichten, also Anlaufstellen für Menschen, die sich bedroht oder belästigt fühlen.

„Wir wollen, dass Alle Menschen sich auf Festen in Würzburg sicher bewegen können und Unterstützung erfahren, wenn es zu Übergriffen und Belästigung kommt. Wir fordern deswegen die Einrichtung von Security Points auf großen Festen und Veranstaltungen, an die sich betroffene Personen wenden können. Diese Anlaufstellen müssen auf dem Festgelände zentral gelegen und beschildert sein und von geschultem Personal betreut werden. Das würde gerade Frauen helfen und dafür sorgen, dass von der Debatte um Layla mehr bleibt als die Erinnerung an einen sommerlichen Aufreger“ konkretisiert die stellv. Vorsitzende der AsF Würzburg und Vorsitzende der WürzburgSPD Freya Altenhöner.