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Die AWO-Landesvorsitzenden Nicole Schley und Stefan Wolfshörndl zum Weltkindertag am 20. September

„Wir brauchen den Ausbau der Kita zum Familienstützpunkt“

WÜRZBURG

Kinder aus armen Haushalten zur Priorität erklären – Außerschulische Begegnung im Sozialraum stärker fördern

 

„Kinder aus Haushalten, die von Armut betroffen oder durch Armut gefährdet sind, müssen von der Politik zur Priorität erklärt werden. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass diese Kinder bei der gesellschaftlichen Teilhabe überdurchschnittlich benachteiligt sind. Deshalb fordern wir neben der Einführung einer Kindergrundsicherung eine adäquate digitale Ausstattung für alle Kinder und Jugendlichen. Für mehr Chancengerechtigkeit ist aber vor allem der niederschwellige Zugang zu Kitas und Bildung wesentlich und dafür brauchen wir den Ausbau der Kita zum Familienstützpunkt“, erklären Nicole Schley und Stefan Wolfshörndl, die Landesvorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt (AWO) anlässlich des Weltkindertags am 20. September.

 

Gerade, weil sich das Familienbild im steten Wandel befindet und bunter wird, müssen laut AWO-Doppelspitze Orte der außerschulischen Begegnung stärker gefördert werden: „Wir brauchen im Sozialraum mehr gut annehmbare und untereinander vernetzte Angebote für Kinder, Jugendliche und Eltern. Selbstverständlich müssen bei all diesen Überlegungen Kinder und Jugendliche, die in AnkER-Zentren und Gemeinschaftsunterkünften leben, eingeschlossen werden. Leider sind viele von ihnen von Teilhabe ausgeschlossen und leben unter nicht kindgerechten Bedingungen“, sagen Schley und Wolfshörndl.