Soziale Netzwerke

  

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Die Uni Würzburg informiert

Top 1

Würzburg:  Informatikstudent Marawan Khalil von der Uni Würzburg hat auf einer internationalen Tagung einen Preis für die beste Präsentation bekommen. Er stellte einen kugelförmigen Kartierungsroboter vor. Am Institut für Informatik der Uni Würzburg hat eine Gruppe um Professor Andreas Nüchter kugelförmige mobile Roboter entwickelt. Sie zeichnen sich durch ein vollständig geschlossenes Schutzgehäuse aus und können sich rollend in alle Richtungen bewegen. Gebaut wurden die Roboter für Spezialeinsätze wie die hochpräzise 3D-Kartierung von beengten und gefährlichen Umgebungen. In einem solchen Setting hat Andreas Nüchters Team Anfang 2025 die neue Technologie getestet: Der Roboter kartierte erfolgreich einen Permafrost-Tunnel auf der Zugspitze. (https://www.uni-wuerzburg.de/aktuelles/einblick/single/news/nuechter-mobile-3d-mapping/)  Eindrucksvolle Live-Demonstration des Roboters

Top 2

Botanischer Garten schließt nochmals
Ab Montag, 15. September 2025, werden die umfassenden Baumaßnahmen am Botanischen Garten fortgesetzt. Grund ist die Sanierung des Wasser- und Abwassersystems; der Garten bleibt ab diesem Tag erneut geschlossen. Für Lehrveranstaltungen, einzelne Events sowie Führungen auf Anfrage bleibt er allerdings zugänglich. Ab dem 1. Oktober bietet der Botanische Garten außerdem an jedem ersten Mittwoch im Monat um 17 Uhr eine kostenlose Führung an, bei der auch immer über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen informiert wird. Treffpunkt ist am Haupteingang Mittlerer Dallenbergweg.  Aktuelle Infos gibt es stets auf der Homepage des Gartens.  https://www.uni-wuerzburg.de/einrichtungen/bgw/

Top 3

Mobiles Forschen: Von Insta-Walks und Cook-Alongs
Die Kultur- und Sozialwissenschaften sind in Bewegung. Sie nutzen digitale Anwendungen, beziehen verstärkt Bürgerinnen und Bürger mit ein und werden zunehmend mobil. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, im Pkw oder mit dem Schiff: Die Forschenden machen sich auf den Weg, sie begleiten Menschen, Dinge und Daten.

Walking-Interviews, Cook- und Eat-Alongs oder Instagram-Walks: Das sind nur drei Beispiele aus der Vielfalt mobiler Methoden.Studierende und Forschende, die mehr darüber erfahren möchten, werden im neuen „Handbuch Mobile Methoden in der Sozial- und Raumforschung“ fündig. Professor Matthias Naumann, Leiter des Lehrstuhls für Humangeographie an der Universität Würzburg, hat das Buch zusammen mit Anke Strüver, Professorin für Humangeographie an der Universität Graz, herausgegeben.

Der 320 Seiten starke Band ist in diesen Wochen erschienen. Er enthält neben einer Einführung der Herausgebenden 22 Beiträge, die viele Einblicke in die Praxis der mobilen Datenerhebung und - auswertung bieten. Thematisiert werden dabei auch die Grenzen dieser Methoden sowie die Notwendigkeit, sie zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Beispiel: Drive-Throughs in der Lausitz
Wo es keine Bahnlinie gibt und der Bus nur selten oder gar nicht fährt, sind die Menschen aufs Auto angewiesen. Wie sich solche ländlichen Räume bei Drive-Throughs mit dem Auto erforschen und dabei die Mobilitätserfahrungen der Bevölkerung nachvollziehen lassen, beschreibt JMU-Professor Matthias Naumann am Beispiel des Lausitzer Braunkohlereviers. Den Beitrag hat er mit Tamara Schaal-Lagodzinski vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung in Cottbus verfasst. In der Lausitz ist das Ende des Braunkohleabbaus beschlossen, die Region steckt mitten in einem großen Strukturwandel. Um Einblicke in die Entwicklungen vor Ort zu bekommen, identifizierten die
beiden Forschenden aus ökonomischen, infrastrukturellen und demographischen Daten zwei besonders strukturschwache Kommunen in den Landkreisen Elbe-Elster und Görlitz – mit bis zu 18 Ortsteilen, die teils relativ weit auseinander liegen. Diese Orte besichtigten sie mit dem Auto,

An der Entwicklung der sphärischen Mobile-Mapping-Roboter war Informatikstudent Marawan Khalil maßgeblich beteiligt. Er hat darüber seine Bachelorarbeit geschrieben und die Ergebnisse Anfang September 2025 auf einer internationalen Tagung in Padua vorgestellt. Khalils Vortrag überzeugte das Fachpublikum – durch die Klarheit und Tiefe des Forschungsthemas ebenso wie durch die Live-Demonstration des sphärischen Roboters. Dafür wurde der Student mit dem „Best Presentation Award“ ausgezeichnet.

Der Titel seines Vortrags lautete “Design and Evaluation of Two Spherical Systems for Mobile 3D Mapping”. Khalil hielt ihn auf der European Conference on Mobile Robots (ECMR 2025) im Rahmen des Workshops 3D-AdViCE: Advanced 3D Vision for Complex Environments. Führend bei der robotischen 3D-Bildgebung Die Auszeichnung unterstreicht die führende Rolle der Universität Würzburg auf dem Gebiet der robotischen 3D-Bildgebung. „Die Verbindung von innovativen 3D-Mapping-Methoden mit neuartigen Roboterplattformen weist der Forschung neue Wege für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen auf der Erde, aber auch bei zukünftigen Missionen auf dem Mond oder auf anderen Planeten“, so Professor Nüchter. erhoben Daten, etwa über Leerstände oder den Sanierungsbedarf von Häusern, und kamen spontan mit der Bevölkerung ins Gespräch.

Drive-Throughs können demnach ein erster explorativer Schritt sein und Hinweise für weitergehende Analysen liefern – die dann etwa nach den Gründen für das kleinräumig sehr unterschiedliche Investitionsgeschehen in den besuchten ländlichen Kommunen fragen. Es gehe bei dieser Form des mobilen Forschens aber ganz explizit auch darum, das alltägliche Leben der Menschen vor Ort besser nachvollziehen zu können. Publikation Matthias Naumann und Anke Strüver (Hg.): Handbuch Mobile Methoden in der Sozial- und Raumforschung, transcript Verlag Bielefeld 2025, 320 Seiten, 39 Euro. DOI: 10.36198/9783838565132

Kontakt
Prof. Dr. Matthias Naumann, Lehrstuhl für Humangeographie, Universität Würzburg, matthias.naumann@uni-wuerzburg.de

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Einzigartige Objekte und ihre Geschichten
Die Reihe #einzigartig der Universitätsbibliothek Würzburg geht am 23. September weiter: Vier Führungen drehen sich um außergewöhnliche Objekte und die Geschichten, die sie erzählen. Die kostenfrei besuchbare Reihe startet am Dienstag, 23. September 2025, um 18:00 Uhr mit der Führung „In Bildern um die Welt“. Präsentiert werden illustrierte Reiseberichte aus dem 18. und 19. Jahrhundert – eine Expedition in vergangene Zeiten, in der bei Reisen weniger die Erholung, sondern vielmehr die Erforschung ferner Länder, ihrer Flora und Fauna im Vordergrund stand. Ein Highlight: Ernst von Bibras Skizzenbuch, das er 1849 auf seiner Südamerikareise mit eigener Hand zeichnete.

Am Donnerstag, 23. Oktober 2025, dreht sich um 19:00 Uhr alles um historische Kriminalfälle. Unter dem Titel „Blutige Spuren – Wahre Verbrechen aus vergangenen Jahrhunderten“ gehen die Teilnehmenden mit historischen Dokumenten auf Spurensuche und erfahren mehr über spektakuläre „True Crime“-Fälle wie die Hölzerlips-Bande, die an den Ufern des Mains ihr Unwesen trieb "

In der Führung „Damenwahl“ (Freitag, 28. November 2025, 19:00 Uhr) stehen nicht berühmte Männer, sondern ganz reale, aber auch sagenumwobene Frauen wie die Päpstin Johanna im Mittelpunkt, deren Bild sich sogar in der Schedel’schen Weltchronik findet.

Den Abschluss bildet am Donnerstag, 11. Dezember 2025, um 18:00 Uhr ein virtueller Rundgang durch die Würzburger Innenstadt. Die Führung „Hertie, Kupsch und Co.“ präsentiert Fotoaufnahmen, seltene Broschüren und Werbeschriften von ehemaligen Geschäften und Kaufhäusern, die es heute nicht mehr gibt.

Informationen zu #einzigartig finden sich unter: go.uniwue.de/einzigartig

Andreas Nüchter im Permafrosttunnel knapp unterhalb des Zugspitzgipfels. Foto: by Universität Würzburg