Würzburg: „Verträge schließen, solange man sich verträgt“, dazu riet die Juristin Renate Maltry den Teilnehmenden des interaktiven Vortrags „Trennung und Scheidung in der Lebensmitte“ in der Umweltstation. Organisiert wurde der Vortrag von der Gleichstellungsstelle für Frauen und Männer der Stadt Würzburg mit dem Würzburger Bündnis zum Equal Pay Day.
Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2024129.337 Ehen bundesweit geschieden, 2023 waren es 129.008. Hingegen wurden in 2024 349.200 Ehen geschlossen und ein Jahr zuvor 361.000. Scheidungszeitpunkt war aber nicht das „verflixte 7. Jahr“, sondern im Jahr 2024 betrug die Ehedauer im Schnitt 14,7 Jahre. Wie sieht es aber rechtlich bei einer Trennung aus? Zahlreiche Fragen stellen sich, von Unterhaltsvereinbarungen, über Scheidungsfolgevereinbarungen bis hin zum Zugewinnausgleich.
Renate Maltrys ausführliche Antworten zeigten, dass es selten Pauschallösungen gibt. Deshalb ist es ratsam, sich nicht erst bei der Trennung über rechtliche Folgen zu informieren. Bereits vor, zu Beginn oder während der Ehe sollten Thematiken wie die Schließung eines Ehevertrags oder einer Scheidungsfolgevereinbarung besprochen werden. In Anbetracht von oft emotionalen und dadurch konfliktreichen Scheidungen gilt es, lieber Vorsicht als Nachsicht walten zu lassen. Auch das Thema Erbrecht nach einer Trennung bzw. Scheidung wurde besprochen.
Die Anwesenden gaben an, lebensnahes Wissen mit nach Hause zu nehmen. Im Anschluss freuten sich alle über kostenfreie, handsignierte Bücher der Autorin und Juristin Renate Maltry. Das Buch erschien im Rowohlt Taschenbuch Verlag mit dem Titel: „Doch noch scheiden oder weiter leiden?Trennung und Scheidung in der Lebensmitte“. Die erfahrene Juristin Renate Maltry und der Psychologe Heinz-Günter Andersch-Sattler klären darin für laienfreundlich anhand von 14 lebensnahen Fallgeschichten rechtliche Fragen von A – wie Auskunftsanspruch bis Z – wie Zugewinnausgleich und machen Betroffenen Mut, ihr Leben neu zu gestalten.

