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Energiebeauftragte besichtigen Schonunger Energiezentrale

Vorzeigeprojekt mit Modellcharakter

Zukunftsweisend, innovativ und klimafreundlich präsentiert sich Schonungens neue Energiezentrale am Schulzentrum in Schonungen, die sich erste wenige Monate in Betrieb befindet. Die Energieagentur Nordbayern nahm das zum Anlass und reiste mit einer Delegation aus kommunalen Energiebeauftragen aus der Region Kulmbach zu einer Besichtigungs-Exkursion an. In seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der Energieagentur, aber vor allem als Manager des Energieeffizienznetzwerks, dem auch die Großgemeinde Schonungen angehört, lobte Wolfgang Böhm die Vorreiterrolle Schonungens. Stolz berichtete Bürgermeister Stefan Rottmann, dass die Gemeinde für das Projekt über das Kommunale Investitionsprogramm eine beachtliche Förderung von 830.000 Euro erhalten hat. Auch der Bayerische Rundfunk berichtete in einem Beitrag über die Energiezentrale, einer Heizung, so groß wie ein Einfamilienhaus.

 

Herzstück der Anlage sind zwei Holzhackschnitzelkessel mit einer Leistung von je 150 Kilowatt. Das gemeindeeigene Holz wird über einen Dienstleister getrocknet, aufbereitet und zur Wärmegewinnung verfeuert. Dabei handelt es sich um eine Hackschnitzelkesselanlage mit automatischer Rotationsfeuerung von trockenen bis feuchten Holzbrennstoffen. Die Brennstoffentnahme erfolgt über zwei Bodenrührwerke innerhalb des Hackgutbunkers mit waagerechter Federkernaustragung. Gerade durch den Betrieb mit Hackschnitzel, gelingt es der Großgemeinde, sich weitestgehend von fossilen Energieträgern loszulösen, schließlich zählt Schonungen zu den waldreichsten Kommunen der Region, erklärt Stefan Rottmann.

 

Der bestehende Gaskessel des Schulzentrums wurde in die Heizzentrale versetzt, ebenso zwei Mini-Blockheizkraftwerke, die um eine zusätzliche Anlage erweitert wurde. Damit wird gleichzeitig auch Strom produziert, der direkt vor Ort verbraucht werden kann. Etwa 140 Meter beträgt die Länge des Nahwärmenetzes, dass an eine Übergabestation andockt. Die Energiezentrale ist mit neuester Informationstechnik ausgestattet: Die komplette Gebäudeautomation zur Steuerung und Regelung der Anlagentechnik erfolgt über ein Farb-Touch-Bediengerät mit systematischer Darstellung der Hydraulik. Markanter Bestandteil der Energiezentrale sind vier 10 Meter hohe Edelstahl-Abgas-Kaminanlagen. Dank modernster Aufbereitungs- und Filtertechnik, gelangen kaum Immissionen in die Umwelt. Mit der neuen Energiezentrale wird im Vergleich zur hiesigen Heizung eine CO2-Einsparung von rund 190 Tonnen/Jahr erreicht. Überalterte Gebäudetechnik im Technikraum des Schulzentrums wurde zurückgebaut und geordnete Verhältnisse geschaffen. Durch die Installation verschiedenster Anlagetypen wurde eine hohe Effizienz erreicht, was sich vor allem auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage niederschlägt. So gehört das Schulzentrum zu den mit Abstand größten Energieverbrauchern im Großgemeindegebiet. Im Einzelnen gehört die Realschule, das Schwimmbad, die Turnhalle, das Hausmeisterhaus, die Kindertagesstätte mit Kinderkrippenanbau und die künftige Grundschule zu den Wärmeabnehmern. Die Energiezentrale am Galgenberg ist bis unter das Dach mit innovativer und zukunftsweisender Heiztechnik ausgestattet, sodass sich vor allem durch den hohen Förderbetrag eine wirtschaftliche Amortisation bereits nach wenigen Jahren einstellt. Auch das gesamte Umfeld wurde neugestaltet, dazu gehören z.B. die Parkplätze, Gehwege, Beleuchtung und sogar E-Lademöglichkeiten an der Schule.

Vor der Besichtigung der Energiezentrale gab es noch eine Reihe von Vorträgen im Rahmen des Energieeffizienznetzwerktreffens. Auch 3. Bürgermeister Andre Merz referierte über Maßnahmen der Energiewende.

So groß wie ein Einfamilienhaus ist die Energiezentrale am Schulzentrum in Schonungen, die erst im vergangenen Jahr in Betrieb genommen und mit über 800.000 Euro aus Bundesmittel bezuschusst wurden. Energiebeauftragte aus dem Raum Kulmbach besichtigten nun das neue Vorzeigeprojekt der Großgemeinde Schonungen. Fotos St. Rottmann