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Erweiterung der Corona-Testkapazitäten in Stadt und Landkreis Würzburg

Bisher noch keine Selbsttests angekommen

STADT UND LANDKREIS WÜRZBURG - Nach dem diese Woche gefassten Bund-Länder-Beschluss wird die nationale Strategie zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erweitert:

 

Bislang waren die AHA- und CL-Regeln (Abstand, Hygienemaßnahmen, Alltagsmaske, Corona-Warn-App und Lüften), die effektive Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter und die Beschränkung von Kontakten die wesentlichen Mittel im Kampf gegen die Pandemie. Jetzt verändern zwei Faktoren das Pandemiegeschehen deutlich: Die angekündigte, zunehmende Menge an Impfstoff und die Verfügbarkeit von Schnell- und Selbsttests in sehr großen Mengen.

 

Mit der Erhöhung der Schnelltests (Nasenabstriche) und der Verfügbarkeit von Selbsttests (sog. „Spucktests“) in großen Mengen soll das Pandemiegeschehen positiv beeinflusst werden. Schnell- und Selbsttests sind mit guter Genauigkeit in der Lage, festzustellen, ob jemand aufgrund einer akuten COVID-19-Infektion aktuell ansteckend ist.

 

Die nationale Teststrategie wird daher nach dem gestrigen Bund-Länder-Beschluss um folgende Maßnahmen ergänzt, die bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden sollen:

  • Für einen sicheren Schulbetrieb und eine sichere Kinderbetreuung stellen die Länder im Rahmen von Testkonzepten sicher, dass das Personal in Schulen und Kinderbetreuung sowie alle Schülerinnen und Schüler pro Präsenzwoche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest erhalten.
  • Für einen umfassenden Infektionsschutz ist es erforderlich, dass die Unternehmen in Deutschland als gesamtgesellschaftlichen Beitrag ihren in Präsenzbeschäftigten pro Woche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest machen.
  • Allen asymptomatischen Bürgerinnen und Bürgern wird mindestens einmal pro Woche ein kostenloser Schnelltest ermöglicht.

 

Nach einem positiven Schnell- oder Selbsttest ist zwingend ein Bestätigungstest per PCR erforderlich.

 

Schnelltests werden im Landratsamt Würzburg aktuell in ausreichender Menge vorgehalten. Kitas und Schulen werden nach ihren Bestellungen bereits laufend bedarfsgerecht beliefert.

 

Das Testmanagement am Landratsamt Würzburg arbeitet darüber hinaus nun mit Nachdruck daran, die erweiterte Teststrategie umzusetzen: „Wir sind mit unserer bisherigen Teststrategie bereits gut aufgestellt und jetzt in der Lage, diese den aktuellen Gegebenheiten anzupassen“, berichtet Paul Justice, der das Testmanagement für Stadt und Landkreis Würzburg verantwortet. „Seit mehr als einem halben erfahren wir im Bereich des Testmanagements eine großartige Unterstützung durch die Hilfsorganisationen und die Bundeswehr. Diese Kooperation können wir nun erneut bedarfsgerecht ausgestalten, die Planungen dazu laufen bereits.“

 

„Zusätzlich erwarten wir den Zulauf der Selbsttests. Die vom bayerischen Gesundheitsministerium koordinierte Auslieferung erfolgt priorisiert nach den Corona-Inzidenzwerten. Wir gehen davon aus, dass wir nicht in der ersten Priorisierungsgruppe bei der Verteilung der Selbsttests sein werden“, so Justice. Dennoch könne jeder Bürgerin und jedem Bürger ein Testangebot unterbreitet werden, wie nach dem Bund-Länder-Beschluss gefordert. Justice hat bereits am Donnerstag mit Vertretern des Bayerischen Apothekenverbandes Vorgespräche zur Beauftragung von Apotheken zur Durchführung von Antigen-Schnelltests in Apotheken geführt.