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Fairtrade-Stadt Volkach

Beständiger Einsatz für die Fairtrade-Idee

Volkach „Wir feiern die Fairtrade-Stadt Volkach“ – unter diesem Titel stand das diesjährige Faire Frühstück im vollbesetzten Evangelischen Gemeindehaus. Von Fair-Trade-Kaffee, Tee, Orangensaft über hausgemachte herzhafte und süße Brotaufstriche mit Zutaten aus dem Weltladen, Obst, Gemüse, Dips und Nachspeisen bis hin zu selbstgebackenem Brot und Brötchen reichte das Angebot, das die Weltladenmitarbeiterinnen unter der Federführung von Margit Zimmermann im vollbesetzten evangelischen Gemeindehaus aufgetischt hatten.

 

Seit der Urkundenübergabe im September kann sich Volkach nun auch offiziell mit dem Titel „Fairtrade-Stadt“ schmücken. Maria Söllner von der Fairtrade-Steuerungsgruppe erläuterte in einem kurzen Statement den Weg bis zum Titel, den Volkach nach Erfüllung aller Kriterien jetzt zwei Jahre führen darf. Danach ist eine weitere Bestätigung notwendig.

 

Zu den fünf Kriterien gehört zunächst ein Stadtratsbeschluss zur Unterstützung des Fairen Handels in Stadt und Rathaus. Die Bildung einer Steuerungsgruppe zur Koordinierung aller Aktivitäten ist der nächste Schritt. Ein faires Produktangebot in Einzelhandelsläden, Restaurants und Cafés ist eine weitere Voraussetzung für den Titel. Für den vierten Schritt müssen faire Produkte in öffentlichen Einrichtungen, Schulen und Vereinen angeboten und Bildungsarbeit zum Fairen Handel durchgeführt werden. Als letztes Kriterium ist die Berichterstattung der Medien über die verschiedenen Aktivitäten notwendig.

 

In Deutschland werden alle Fairtrade-Kampagnen von dem gemeinnützigen Verein TransFair mit Sitz in Köln koordiniert. Neben Volkach gibt es bisher deutschlandweit über 500 Fairtrade-Städte. Insgesamt beteiligen sich bereits über 2000 Städte, Gemeinden und Landkreise in 26 Ländern an der Aktion.

 

Dass sich Volkach jetzt Fairtrade-Stadt nennen darf, ist in erster Linie auf das kontinuierliche Engagement des örtlichen Weltladens zurückzuführen. Gemeinsam mit der Mädchenrealschule der Dillinger Franziskanerinnen und dem Frankenlandschulheim Schloss Gaibach als erste Fairtrade-Schulen im Landkreis Kitzingen; der Mittelschule Volkach und der Stadt Volkach sowie mit Vereinen und Geschäftsleuten wurde der Fairtrade-Gedanke in Volkach jetzt auf eine breite Basis gestellt.

 

Fairtrade-Stadt zu sein heißt aber nicht einfach nur eine Auszeichnung zu bekommen, es ist auch ein Auftrag, den Fairen Handel in Volkach weiter zu fördern. Ziel ist es, mehr und mehr Menschen, Vereine, Kirchengemeinden, Kindergärten, Schulen, Betriebe und Einzelhandel zum Umdenken und Mitmachen zu bewegen.

 

Immer wieder etwas Neues findet sich auf dem Fairen- Frühstücks-Bufett im Evangelischen Gemeindehaus. Margit Zimmermann (rechts) organisiert seit Jahren diese Veranstaltung mit Unterstützung vieler Mitarbeiterinnen aus dem Volkacher Weltladen. Foto Maria Söllner