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Gefährdete sozialpsychiatrische Dienste in der Region werden Thema im Landtag

Parlamentarische Initiative von MdL Volkmar Halbleib fordert Staatsregierung zu mehr Unterstützung auf

UNTERFRANKEN   Die zum Jahresende 2025 beschlossene Schließung der drei Beratungsstellen des Sozialpsychiatrischen Dienstes (SpDi) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Würzburg, Kitzingen und Ochsenfurt alarmiert Politikerinnen und Politiker in der Region. MdL Volkmar Halbleib hat jetzt über die SPD-Landtagsfraktion dafür gesorgt, dass die akute Gefährdung notwendiger und bewährter Beratungsstellen Thema im Bayerischen Landtag werden. Halbleib und die SPD fordern in einem am Mittwoch eingereichten Antrag die Staatsregierung auf,  schnell für eine Lösung und mehr Unterstützung zu sorgen. „Es muss gelingen, kurzfristig den Bestand von psychosozialen Beratungsangeboten in der Region Würzburg sicherzustellen und langfristig für eine auskömmliche Finanzierung der Dienste zu sorgen", fordert Halbleib.

Der Wegfall von SpDi-Beratungsangeboten würde dazu führen, dass Menschen in Krisensituationen keinen niedrigschwelligen und unkomplizierten Zugang zu qualifizierter Beratung und Betreuung mehr hätten und sich somit vermehrt an bereits überlastete Notaufnahmen und vollbelegte psychiatrische Kliniken wenden müssten. Wichtige Präventionsarbeit könne nicht mehr geleistet werden, mehr unbehandelte psychischen Erkrankungen und steigende Suizidgefahr wären die Folge. Psychische Krisen würden unerkannt bleiben, das Risiko von Rückfällen und sozialer Isolation würden steigen. Außerdem würde die Belastung für Angehörige und Ehrenamtler wachsen, wenn diese vermehrt schwerwiegende Krisen auffangen müssen.

Halbleibs Antrag fordert daher die Staatsregierung auf, die Bezirke so finanziell auszustatten und mit einer klaren Aufgabenzuordnung zu versehen, dass die im Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfegesetz vorgesehene psychiatrische Versorgung sichergestellt werden kann, ohne dass gemeinnützige Träger höhere Beträge zu zahlen müssen und damit selbst in Schwierigkeiten kommen.

„Der Erhalt der SpDi-Beratungsstellen durch Unterstützung freier Träger muss daher gesichert werden. Wenn in schwieriger werdenden Zeiten die psychische Versorgung nicht gesichert wird, dann hat das dramatische Folgen für die Betroffenen, aber  auch für die Widerstandsfähigkeit einer Gesellschaft", warnt Halbleib.

Der Abgeordnete, der sich als stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes in den vergangenen Wochen intensiv für eine Lösung bei der Finanzierung zwischen Träger und Bezirk eingesetzt hat, zeigte sich enttäuscht, dass nicht einmal eine Übergangslösung bis Ende 2026 zustande kam, obwohl es letztlich nur um einen mittleren fünfstelligen Betrag ging.

Sein Antrag im Vorstand des BRK, den Vertrag mit dem Bezirk um ein Jahr zu verlängern, um eine gute Fortführung der Beratungsstellen zu erreichen, sei leider mehrheitlich ablehnt worden. Jetzt brauche es schnell eine Lösung. „Da muss die Staatsregierung jetzt Farbe bekennen, entweder durch eine finanzielle Unterstützung der Dienst oder durch die Festschreibung der SpDI als Pflichtleistung." so Halbleib abschließend.