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GEW: "Universitäten sind keine Unternehmen"

Bildungsgewerkschaft kritisiert anstehende Hochschulreform

Das Bayerische Hochschulgesetz (BayHSchG) soll novelliert werden. Am 14. Oktober findet dazu eine Anhörung im Wissenschaftsausschuss des Bayerischen Landtages statt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) steht der Änderung kritisch gegenüber.

 

Bayerische Hochschulen sollen künftig einem unternehmerischen Leitbild folgen. Dies würde, so der Sprecher der GEW-Fachgruppe Hochschule und Forschung Dr. Eduard Meusel, eine Bedrohung für die Fächervielfalt an den bayerischen Hochschulen darstellen. Vor allem die relativ kleinen Geistes- und Sozialwissenschaften könnten sich im unternehmerischen Wettbewerb nicht langfristig behaupten.

 

An der größten unterfränkischen Hochschule, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, sind bereits lediglich 30% aller Studiengänge geistes- bzw. sozialwissenschaftlich. An einer von vier unterfränkischen Hochschulen, der Technischen Hochschule Aschaffenburg, werden dahingegen überhaupt keine geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächer angeboten.

 

Die Ökonomisierung der Hochschulen würde außerdem den Einfluss der Hochschulleitung einseitig stärken. Ein erhöhtes hochschulinternes Konfliktpotential und die Gefährdung des ,Unternehmenserfolgs´ sieht die GEW als potentielle Folgen. Daher setzt sie sich entgegen der Novellierung des BayHschG für eine demokratisch strukturierte Hochschule ein.