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GEW-Warnung

Nach den Ferien nur Distanzunterricht in Unterfranken

UNTERFRANKEN - Die Bildungsgewerkschaft GEW im DGB organisiert in Unterfranken neben Lehrkräften alle Bildungsberufe in KiTas, Universitäten und Einrichtungen der Erwachsenenbildung. "Angesichts der Entwicklung der Zahlen in Unterfranken droht den Schulen hier nach den Ferien der erneute Lockdown," warnt der kommissarische GEW-Vorsitzende im Bezirk, Jörg Nellen.

 

Heute sind drei Landkreise (MSP, RG, HAS) und ein Stadtkreis (SW) bereits über der Marke von 100 Inzidenzien, die Fernunterricht an allen Schularten erfordern. Miltenberg, Aschaffenburg und Bad Kissingen sind hart an dieser Grenze. Alle anderen Landkreise sind über 50, was Unterricht in geteilten Klassen zur Folge hat. Nur Kitzingen steht zur Zeit vermeinlich sicher da. "Doch die Inzidenz in Schweinfurt hat sich innerhalb von drei Wochen von hui zu pfui entwickelt," gibt Nellen zu Bedenken.

 

Die Bildungsgewerkschaft fordert, die beschlossenen Regeln nicht zu unterlaufen und z.B. Abschlussklassen trotz hoher Fallzahlen in die Schulen zu holen. "Wir können Distanzunterricht ohne Qualitätsverlust," so Nellen. "Der Gesundheitsschutz von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern muss Priorität vor Proben haben."

 

"Wir haben nach einem Vierteljahr mit durchgearbeiteten Wochenenden nun alle Ferien verdient," sagt der Gewerkschafter. "Nutzen wir sie zur Erholung und dazu, gesund zu bleiben."