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Hans-Weinberger-Haus: Aktuelle Corona-Situation

WÜRZBURG/ZEIL AM MAIN - In unserer Senioreneinrichtung in Zeil am Main haben sich 14 Bewohner sowie 2 Mitarbeiter nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. „Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist das Coronavirus in der zweiten Welle in unserer Einrichtung in Zeil am Main angekommen“, berichtet Ulrike Hahn, Leiterin des Fachbereichs Senioren und Reha beim AWO Bezirksverband Unterfranken. Neben dem Hans-Sponsel-Haus in Würzburg, das im Frühjahr diesen Jahres, ein hohes Infektionsgeschehen unter den Bewohnern bewältigen musste, ist das Hans-Weinberger-Haus in Zeil nun das zweite stark betroffene Haus der AWO in Unterfranken.

 

Alle anderen 85 Bewohner des Hans-Weinberger-Hauses haben ein negatives Testergebnis. Am vergangenen Mittwoch wurden zuletzt alle Mitarbeiter getestet. Die Testergebnisse stehen zurzeit noch aus. Die Reihentestungen werden in regelmäßigen Abständen fortgeführt. Zudem werden alle Bewohner und Mitarbeiter seit März täglich auf Symptome überprüft, wie z. B. durch Messung der Körpertemperatur.

 

Alle Bewohner im Haus wurden unverzüglich kohordenisoliert, so dass die positiv-getesteten Senioren getrennt von den negativ-getesteten Bewohnern untergebracht sind. Somit ist es nicht notwendig, dass die Bewohner in ihren Zimmern isoliert werden müssen. Alle betroffenen Personen können sich auf dem durch eine Schleuse getrennten Wohnbereich aufhalten. Diesen Wohnbereichen sind nur bestimmte Mitarbeiter zugeteilt, die sich um die Bewohner kümmern, „denen es im Übrigen soweit gut geht, da sie, bis auf eine Person, die heute wegen Atemprobleme ins Krankenhaus musste, keine Krankheitssymptome aufweisen. Die beiden betroffenen Mitarbeiter sind mit Erkältungen zuhause“, so Hahn. Vorsorglich gilt im Hans-Weinberger-Haus ein striktes Besuchsverbot.

 

„Wir haben alle hygienisch notwendigen Maßnahmen ergriffen, doch der Kampf des Personals gegen das Virus in einem Pflegeheim ist nochmals schwieriger als in Kliniken, die mit entsprechendem Fachpersonal für Infektionskrankheiten ausgestatteten sind“, betont Hahn. So müssten die Mitarbeiter für die Versorgung mit Nahrung, die Körperpflege oder um Medikamente zu verabreichen nah an die Senioren heran, so dass nicht immer der vorgegebene Mindestabstand gewährleitet sei. Deshalb arbeiten die Mitarbeiter unter strengen Hygienestandards und ausschließlich mit sicheren FFP2-Masken.

 

Die Situation im Hans-Weinberger-Haus ist derzeit stabil. Maßnahmen wurden frühzeitig ergriffen und eine häusliche Pandemieplanung schützt die Bewohner bestmöglich. Der Mitarbeiterstab ist trotz der beiden krankheitsbedingten Ausfälle noch ausreichend gut, um die Bewohner wie gewohnt versorgen zu können. Ebenso ist ausreichend Schutzausrüstung vorhanden, da der Verband noch während der ersten Welle im Frühjahr vorausschauend seine Lagerbestände aufgefüllt hat.