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Herbert-Müller-Medaille wurde verliehen

Schweinfurt

Die SPD Schweinfurt und die Stadtratsfraktion zeichneten drei verdiente und auf unterschiedlichen Feldern tätige SPD-Mitglieder mit der Herbert-Müller-Medaille aus. Die Medaille, die an den 2001 verstorbenen, überaus beliebten Bürgermeister Herbert Müller erinnert, wurde von seiner Witwe Brigitte 2007 gestiftet und soll Personen ehren, welche im besonderen Maße dazu beigetragen haben, die soziale Demokratie zu erhalten, die soziale Gerechtigkeit durchzusetzen und die Sozialdemokratie in Schweinfurt zu festigen. 

 

Im Jahr 2022 ist die Wahl auf Traudel Steinmüller, Georg Wahl und Marianne Prowald gefallen. In seiner Laudatio würdigte der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Ralf Hofmann, Traudel Steinmüller als seine Mentorin. Sie saß im Stadtrat neben ihm und habe ihn nachhaltig geprägt. Sie sei eine eher stille Stadträtin gewesen, die jedoch für die Belange, die ihr wichtig waren, unablässig gekämpft habe. Sie habe immer die SPD über persönliche Interessen gestellt und sei engagiert gewesen, auch außerhalb der Partei. Verantwortung zu übernehmen sei für Sie selbstverständlich gewesen und sei es immer noch, da Traudel Steinmüller sich nach wie vor im Ortsverein Gartenstadt, im Kreisverband und bei den SPD-Senioren engagiere.

 

Stadträtin und SPD-Vorsitzende Marietta Eder würdigte Georg Wahl aus dem Ortsverein Hochfeld/Deutschhof. Eder fand ein Bild im aktuellen Gewerkschaftsbuch „Was uns bewegt“, in dem ein Foto zu finden sei, das Georg Wahl beim ÖTV-Streik 1972 in vorderster Front zeige. Dieses Buch, welches die Geehrten als Geschenk bekamen, habe viel mit Georg Wahls politischem Weg zu tun. Als Gesamtpersonalratsvorsitzender habe er für die Rechte der Arbeitnehmer gekämpft. Für seine zahlreichen Verdienste habe er das Bundesverdienstkreuz erhalten. Eder ging auf Wahls Verdienste für die Partei ein und zollte seinem Engagement, das er für die Organisation von Infoständen und Veranstaltungen zeige, höchsten Respekt. Sie erzählte von Wahls Kampfgeist und Durchhaltevermögen, das sich schon in jungen Jahren gezeigt habe, als er um Fußball bei den Schnüdeln spielen zu können mit dem Rad von Lohr nach Schweinfurt und wieder zurück gefahren sei.

 

Abschließend ehrten Eder und Hofmann gemeinsam die Stadträtin und Oberndorfer Bürgermeisterin Marianne Prowald. Marietta Eder konnte viele Gründe aufzählen, warum Marianne Prowald diese Medaille verdient habe. Sie ist die Frau, der Oberndorf am Herzen liegt, eine verlässliche und zuverlässige Stadträtin, deren Widerspruchsgeist bekannt ist. Sie widerspreche aber nicht nur, sondern biete gleichzeitig Lösungen an und sage, wie es besser ginge. Für Prowald sei Solidarität keine leere Worthülse, sondern sie lebe sie, so Eder. Nicht zuletzt sei es ihr auch zu verdanken, dass bei Veranstaltungen und Terminen immer auf ein schönes Ambiente geachtet werde, weil Prowald es wichtig sei, dass Menschen sich wohlfühlen könnten. Die Geehrte freute sich zusammen mit Georg Wahl und Traudel Steinmüller sehr über die Auszeichnung und auch darüber, dass der Bundestagsabgeordnete Markus Hümpfer wie auch der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Stefan Rottmann gekommen waren, um zu gratulieren.

Das Foto (Isabella Walter) zeigt v.li. Stefan Rottmann, Marietta Eder, MdB Markus Hümpfer, Traudel Steinmüller, Ralf Hofmann, Georg Wahl, Marianne Prowald