Würzburg. Obdachlosigkeit – ein Problem, mit dem sich Claudia Stamm nicht abfinden will. Das Projekt „Housing First“ mit dem Ziel, Wohnungslose in die eigenen vier Wände zu bringen, unterstützt die parteifreie Oberbürgermeisterkandidatin. Bei dem Thema nimmt sie jetzt auch die Würzburger Stadtbau in die Pflicht.
Als diese Woche im Burkadushaus die Konferenz zu „Housing First“ stattfand, war Claudia Stamm beeindruckt: „Obdachlose brauchen unbedingt Hilfe, um an eine leerstehende Wohnung ranzukommen. Alleine haben sie keine Chance.“
Das Beispiel eines 42-Jährigen, der nach langer Obdachlosenzeit im Rahmen des Projektes über die Christophorus-Gesellschaft eine Wohnung vermittelt bekam, zeige, wie sehr sich diese Form der Sozialarbeit lohne. Wohnraum ist Stabilität, ist sich die OB-Kandidatin sicher. Housing-First-Projekte gibt es bayernweit auch in Kronach und Nürnberg, in Deutschland sind es insgesamt 50 Projekte.
Zum Thema Leerstand sprach Claudia Stamm bei der Podiumsdiskussion den anwesenden Stadtbau-Geschäftsführer Lars Hoffmann an. Hier sei durchaus Luft nach oben, so Hoffmann, vor allem bei der Kommunikation mit den Menschen, die Obdachlose in Wohnungen bringen wollten. Auch das Leerstands-Management müsse optimiert werden.
„Das verstehe ich als Versprechen, dass das in Zukunft besser läuft“, so Stamm im Gespräch mit Hoffmann. Denn für die unabhängige OB-Kandidatin steht fest: "Eine Stadt wie Würzburg, in der der Wohnungsmarkt so eng ist, Wohnungen so teuer sind und Projekte wie Housing First Wohnungen suchen müssen, kann sich nicht eine leerstehende Wohnung in öffentlicher Hand erlauben."

