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Junge Union fordert „Zweckverband Conn Barracks“ zum sofortigen Handeln auf

Kein m2 wurde seit seiner Gründung durch den Zweckverband erworben

STADT UND LANDKREIS SCHWEINFURT - „Wir von der Jungen Union (JU) in Schweinfurt-Stadt und - Land fordern die Verantwortlichen im Zweckverband Conn Barracks zum sofortigen Handeln und Kauf des rund 200 Hektar großen Geländes auf“, so die beiden Vorsitzenden Thomas Siepak für den Landkreis und Pascal Schwing für die Stadt JU.

 

Seit Gründung 2013 sei im „Zweckverband Interkommunaler Gewerbepark Conn-Barracks“ außer ein paar Studien nichts passiert. Die Grundstücke gehören immer noch der Bundesrepublik Deutschland. Bis dahin geben die Nachwuchspolitiker MdL Knoblach recht, der per Medien diesen Umstand anprangert. Der grüne MdL gibt allerdings dem Freistaat Bayern die Schuld dafür. „Das ist Knoblachs Helikopter-Masche“, so die JU - plötzlich mit Lärm und Poltern aufschlagen, Staub aufwirbeln, ohne konkrete Vorschläge sich dann raushalten – das macht der Knoblach immer so, Lösungsvorschläge haben wir von ihm noch zu keinem Thema gehört. Denn in Wirklichkeit kennt er anscheinend nicht mal die Fakten. Als Kreisrat müsste er wissen, dass schon längst 90% der Conn-Fläche zum Kauf von „diesem bösen Freistaat“ frei gegeben sind, so die JU Verantwortlichen. Die fehlenden rund 15 Hektar werden noch bis 2025 für die Anker Einrichtung auf dem Conn-Gelände benötigt, können danach aber auch als Gewerbepark erworben werden.

 

Nach unseren Recherchen ist Knoblachs Medienaufschlag ein billiges Ablenkungsmanöver, das vom Zaudern der Verantwortlichen im Zweckverband ablenken soll. Denn rund 185 von insgesamt 200 Hektar stehen seit längerer Zeit zum Kauf. Der Führungsriege im Zweckverband – das sind der Schweinfurter Landrat, die Bürgermeister von Geldersheim, Niederwerrn und Schweinfurt - bewegen sich aber nicht und schieben das wohl darauf, dass erst Fläche erworben werden kann, wenn auch die rund 15 Hektar Ankereinrichtung, also alles gekauft werden kann. Jeder Landbürgermeister sichert sich Grundstücke, wenn er ein Baugebiet erschließen will. Da reichen meist schon 50 % Eigentum aus, um Bebauungspläne und Erschließung anzuschieben, so die beiden Jungpolitiker.

 

Wir möchten in Erinnerung rufen, dass die Ankereinrichtung, ursprünglich in der Ledward Kaserne der Stadt, auf Wunsch der Stadt Schweinfurt verlegt wurde. Der Freistaat wollte der Entwicklung in den Ledward Barracks nicht im Wege stehen und vereinbarte den Umzug der Ankereinrichtung in die vor der Stadtgrenze liegende Conn Kaserne. Diese Vereinbarung, auch unterschrieben von Bürgermeisterin Bärmann, damaligem Bürgermeister Brust, Landrat Töpper und OB Remelé ist bis 2025 festgeschrieben. Nun verlangen die Beteiligten seit Herbst 2020, dass der Freistaat schriftlich bestätigt, die Ankereinrichtung nach 2025 aufzugeben, obwohl die bestehende Vereinbarung das ja schon aussagt! Außerdem wurden, nach unseren Informationen, die maximalen Belegungszahlen der Ankereinrichtung ständig nach unten gesenkt von ursprünglich mal ca. 2400 auf jetzt ca. 800 Personen. Wissend, dass rund 99 % der Fläche auf den Gemarkungen der Gemeinden Niederwerrn und Geldersheim, rund 1 % bei der Stadt Schweinfurt liegen, fragen wir uns in der JU, wo das Problem liegt? Wieso hat die Gemeinde Niederwerrn seit 2013 noch keinen Aufstellungsbeschluss für einen Flächennutzungsplan verabschiedet?

Ein solcher Plan dauert rund 2-4 Jahre und ist Grundlage für alle weiteren Entwicklungen zu Erschließung, Vermarktung und Projektentwicklung.

 

Wollte Niederwerrn von Anfang an nur die Fläche des sogenannten Motorpools, welche die Gemeinde mittlerweile aus dem Conn Gesamtgelände erworben hat. Wieso drängen die Verantwortlichen des Zweckverbandes bis heute nicht auf diesen Aufstellungsbeschluss und deren Umsetzung. Das wirft die Gesamtentwicklung massiv zurück.

 

Ein solch großes zusammenhängendes Entwicklungsgebiet mit industrieller Nutzung und der Möglichkeit von großen zusammenhängenden Flächen mit exzellenter Verkehrsanbindung (A71) ist eine einmalige Chance für die gesamte Region Schweinfurt- deshalb müssen die Flächen nun vom Bund erworben werden, so die Schweinfurter Nachwuchspolitiker. Thomas Siepak fordert für die Junge Union Schweinfurt - Land den Schwerpunkt auf industrielle Nutzung, weil auch der Landkreis Schweinfurt Mitglied im Zweckverband ist. Wir als Landkreis sind umlagefinanziert aus der Kreisumlage, die unsere 29 Gemeinden und ihre Bürger bezahlen. Da kann es nicht sein, dass im Conn Gelände Autohäuser oder Logistiker geschweige denn Nahversorger angesiedelt werden. Die Fläche in Conn darf keine Konkurrenz für die Entwicklung in den Landkreisgemeinden sein. Es muss doch jedem klar sein, dass nicht die Landkreisgemeinden mit ihrer Kreisumlage „normale Gewerbeansiedlungen“ in Conn unterstützen können.

 

Wir von der Jungen Union wollen, dass in Conn in den nächsten rund 20 Jahren vordringlich Industrie und Industrienahe sowie moderne Arbeitsplätze entstehen. Das ist eine einmalige Chance junge Menschen in der Region zu halten, damit sie nicht in andere Metropolregionen abwandern. Wir fordern deshalb umgehend zum Kauf der Grundstücke auf!