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Landratsamt Würzburg informiert

Top 1: Überschwemmungsgebiet entlang der Kürnach wird vorläufig gesichert - Top 2: Elf Heimatgestalter mit der Kommunalen Dankurkunde des Bayer. Innenministeriums ausgezeichnet - Top 3: Leuchtende Vorbilder im Dienst für die Gesellschaft:

Landkreis Würzburg

Top 1: Überschwemmungsgebiet entlang der Kürnach wird vorläufig gesichert

Das vom Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg ermittelte Überschwemmungsgebiet an der Kürnach und dem Nägeleinsbach wird durch Bekanntmachung im Amtsblatt des Landkreises Würzburg vom 9. November 2022 vorläufig gesichert.

Damit werden die Betroffenen in Estenfeld und Kürnach über die bestehende Hochwassergefahr informiert. Grundlage der Berechnung sind Flächen, die im statistischen Durchschnitt einmal in hundert Jahren von einem Hochwasserereignis betroffen sind.

Mit der vorläufigen Sicherung gelten die gesetzlichen Einschränkungen, die bei einer Lage in einem Überschwemmungsgebiet zu beachten sind. Details hierzu können auch der Bekanntmachung im Amtsblatt entnommen werden: https://www.landkreis-wuerzburg.de/Amtsblatt.

Die ausführlichen Unterlagen zur vorläufigen Sicherung sind hier abrufbar: https://www.landkreis-wuerzburg.de/Bürger-Politik-Verwaltung/Bekanntmachungen/.

 

Im Rahmen der Hochwasserrisikobewertung hat das Landesamt für Umwelt für die Kürnach ein signifikantes Hochwasserrisiko ermittelt. Es ergibt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit für ein Hochwasserereignis und den möglichen nachteiligen Folgen für die menschliche Gesundheit, die Umwelt, für erhebliche Sachwerte und wirtschaftliche Tätigkeiten. Die Flächen, die bei einem Hochwasserereignis im statistischen Mittelwert einmal in hundert Jahren betroffen sind und überschwemmt werden, sind durch das Landratsamt als Überschwemmungsgebiet festzusetzen. Diese Festsetzung erfolgt durch Verordnung. Dafür wird zeitnah in einem separaten Schritt das förmliche Anhörungsverfahren eröffnet. Im Rahmen dessen haben Betroffene die Möglichkeit, Einwendungen zu erheben, die vor Erlass der Verordnung berücksichtigt und erörtert werden.

Damit das ermittelte Hochwasserrisiko der Kürnach und des ihr zufließenden Nägeleinsbaches unverzüglich bei allen Planungen und Vorhaben berücksichtigt wird, erfolgt hiermit die vorläufige Sicherung des Überschwemmungsgebiets anhand der Unterlagen, die das Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg beim Landratsamt vorgelegt hat.

Wer nachsehen möchte, ob für sein Zuhause auch ein besonderes Hochwasserrisiko besteht, kann hierfür den BayernAtlas (Thema: Naturgefahren/Hochwasser) nutzen.

 

Top 2: Landrat Eberth ehrt langjährige Kommunalpolitiker

Elf Kommunalpolitiker aus sieben Landkreisgemeinden zeichnete Landrat Thomas Eberth im Rahmen einer Feierstunde mit der Kommunalen Dankurkunde des Bayerischen Innenministeriums aus. Diese Auszeichnung erhalten Personen, die mindestens 18 Jahre ehrenamtlich als Gemeinderat, Stadtrat oder Kreisrat tätig waren.

„Kommunalpolitik ist die schönste und schwierigste Politik zugleich. Schön, weil kommunalpolitische Gremien die Heimatgemeinde gestalten und jede Entscheidung unmittelbar spürbar ist. Schwierig, weil die Kommunalpolitik vor Schmähungen vermeintlicher Besserwisser – auch in den sozialen Medien – nicht gefeit ist. Der Atem des Bürgers ist jederzeit spürbar. Verantwortung wird aber am Ratstisch getragen, nicht am Stammtisch!“, führte Landrat Thomas Eberth in seiner Laudatio aus.

Er dankte auch den Partnerinnen der elf Geehrten, die zeitliche Entbehrungen in Kauf nehmen, Rückhalt geben und bei anstehenden Entscheidungen aus ihrer unabhängigen Sicht beraten. „In ein politisches Amt gewählt zu werden, ist immer eine Teamleistung“, so Eberth, „denn auch Partnerinnen und Partner werden im Ort auf aktuelle Themen angesprochen. Die elf Heimatgestalter, die wir heute auszeichnen dürfen, sind ‚Wiederholungstäter‘, denn sie haben mehrfach kandidiert, viele tragen auch aktuell noch Verantwortung für ihre jeweilige Gemeinde.“

 

Mit der Kommunalen Dankurkunde ausgezeichnet wurden ausgezeichnet: Uwe Därr aus Eisenheim (Marktgemeinderat seit 2002), Bernhard Wolter aus Eisenheim (3. Bürgermeister von 1995 bis 2002, Marktgemeinderat von 2003 bis 2020), Reiner Laudenbach aus Frickenhausen (Marktgemeinderat seit 2002, 2. Bürgermeister von 2008 bis 2014, 1. Bürgermeister von 2014 bis 2020), Martin Reinhard aus Frickenhausen (Marktgemeinderat seit 2002, 2. Bürgermeister von 2014 bis 2020), Georg Sieber aus Giebelstadt-Euerhausen (Marktgemeinderat seit 2016, Ortssprecher von 2002 bis 2014), Norbert Rumpel aus Hausen (Gemeinderat von 2002 bis 2020), Peter Weber aus Hausen (Gemeinderat von 1996 bis 2002, 2. Bürgermeister von 2008 bis 2014, 3. Bürgermeister von 2014 bis 2020), Hubert Göbel aus Randersacker (Marktgemeinderat von 1990 bis 2002 und seit 2014), Heiko Lörner aus Randersacker (Kreisrat von 2014 bis 2020, 2. Bürgermeister von 2008 bis 2014, Marktgemeinderat seit 2002), Thomas Bidner aus Sommerhausen (Marktgemeinderat seit 1996, Fraktionsvorsitzender der Wahlgemeinschaft Sommerhausen seit 2020), Marco Sauer aus Waldbrunn (Gemeinderat seit 2002).

Auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Geehrten zollten diesen bei der Feierstunde Respekt und Anerkennung: Denn Politik in der Kommune ist ein Ehrenamt, dass wird oft vergessen, so der Tenor der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister.

 

Top 3: Staatliche Ehrungen für langjährige Mitglieder des BRK und des THW im Landkreis Würzburg

Viele ehrenamtlich tätige Frauen und Männer investieren tagtäglich viel Zeit und scheuen keine Mühen bei ihren Aufgaben in Vereinen und Verbänden der Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes. Und obwohl sie oft als stille Kräfte im Hintergrund wirken, sind sie dennoch leuchtende Vorbilder und tragende Säulen unserer Gesellschaft. Stellvertretend für den Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann ehrte Landrat Thomas Eberth jüngst Mitglieder des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und des Technischen Hilfswerks (THW) – und damit einige dieser Vorbilder – aus dem Landkreis Würzburg für 25, 40 und 50 Jahre Dienst. Die Feier fand im kleinen Kreise im Seniorenzentrum am Hubland statt.

„Ukraine, Corona oder auch Flutkatastrophen im eigenen Land: Die vergangenen Jahre waren geprägt von Krisen“, betonte Landrat Thomas Eberth. „Und eines ist sicher: Ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wären wir bei weitem nicht so gut durch diese Krisen gekommen.“

Die „großen Hilfen“ in Notsituationen seien allerdings nur ein Teil des Engagements. Denn ganz oft werde auch Großes im Hintergrund, im Stillen geleistet, so Eberth weiter. Schwimmkurse, Jugendarbeit, Ausbildung oder Bereitschaften für Notsituationen: Wenn ein Mensch im Ehrenamt seine Zeit und Energie anderen Menschen zur Verfügung stelle, dann sei dies als das höchste gesellschaftliche Gut anzusehen. „Es gibt nichts wertvolleres als die Zeit eines Menschen! Ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie Ihre Zeit seit Jahrzehnten ihren Mitmenschen schenken“, lobte Landrat Eberth die Anwesenden. Die verliehenen Auszeichnungen und Urkunden sollten zumindest ein kleiner Ausdruck für diese Dankbarkeit sein. Gleichzeitig solle die Ehrung auch anderen als Anreiz zum Nachahmen dienen. Landrat Thomas Eberth:„Wir müssen der Gesellschaft sagen, dass es Frauen und Männer wie Sie gibt!“

 

Im Dienste des BRK seit mehr als 50 Jahren

Für mehr als 50 Jahre ehrenamtliches Engagement wurden Rainer Hartmann, Irmgard Eisenhut, Sieglinde Seiler und Herbert Seiler, allesamt tätig in der Ortsgruppe Rottendorf, geehrt.

Rainer Hartmann ist seit 1972 bis heute aktiv in der Wasserwacht Ortsgruppe Rottendorf als Rettungsschwimmerin tätig. Seine Tätigkeiten und sein Engagement übersteigen in herausragendem Maße die üblichen Pflichten- und Aufgaben. Ob bei den wöchentlichen Aufsichtsdiensten im Schwimmbad, Wachdiensten am Badesee in Erlabrunn, der Mittelbeschaffung oder als Helfer bei allen Veranstaltungen und als Verantwortlicher für die Elektrotechnik – Rainer Hartmann ist seit 50 Jahren immer einsatzbereit, wenn er gebraucht wird und gilt als Vorbild für die gesamte Ortsgruppe Rottendorf.

lrmgard Eisenhut ist bereits seit 1970 im BRK-Kreisverband Würzburg aktiv, wo sie sich stets besonders für die Frauenarbeit engagierte. Sie absolvierte zunächst die Ausbildung im Pflegehilfsdienst zur Schwesternhelferin. Als Ausbilderin in Erster Hilfe leitete sie viele Menschen an, im Notfall das Richtige zu tun. Über viele Jahre übernahm sie zudem als Leiterin der Frauenbereitschaft Rottendorf, Sanitätsdienstleiterin oder als Leiterin des Kreisausschusses Verantwortung im Kreisverband. Mit großem zeitlichen Aufwand bei kulturellen und anderen Veranstaltungen legte sie außerdem den Grundstock für eine beispiellose Öffentlichkeitsarbeit und Mittelbeschaffung, die bis in die heutige Zeit hineinwirkt. Darüber hinaus unterstütze sie Ihren Mann, Helmut Eisenhut, in dessen Zeit als Landes- und Bundebereitschaftsleiter des BRK.

Sieglinde Seiler ist seit 1971 in der Wasserwacht im BRK Kreisverband Würzburg aktiv. Als eines der Gründungsmitglieder der Wasserwacht Ortsgruppe Rottendorf ist sie ihrem Verein seit 1972 treu und aktiv in verschiedenen Positionen in dessen Vorstandschaft tätig. Von 1974 bis 1986 leitete sie die Ortsgruppe als Vorsitzende.

Seit ihrer Ausbildung zur Ausbilderin Schwimmen im Jahr 1972 werden unter ihrer Führung bis heute Kinderschwimmkurse angeboten. In diesen 50 Jahren fanden circa 300 Kinderschwimmkurse statt, bei denen circa 4500 Kinder das Schwimmen erlernt haben und ihr Seepferdchen Abzeichen erlangten. Darüber hinaus hilft sie noch immer als Schwimmbadaufsicht aus. Ohne ihre herausragenden und außergewöhnlichen Leistungen könnte die Wasserwacht in Rottendorf heute nicht auf eine so starke Jugend zurückgreifen und alle Aufgaben bewältigen.

Sieglinde Seilers Ehemann Herbert Seiler ist ebenfalls seit 1971 in der Wasserwacht im BRK Kreisverband Würzburg aktiv. Auch er ist als eines der Gründungsmitglieder der Ortsgruppe Rottendorf von 1972 noch immer aktiv tätig. Er gilt als der leise Helfer im Hintergrund und befindet sich stets dort, wo Hilfe vonnöten ist. Sei es als Helfer in den Schwimmkursen, bei den Aufsichtsdiensten, bei den Bauarbeiten oder bei Feierlichkeiten als Helfer.

 

Ehrung für 25 und 40 Jahre Tätigkeit im Katastrophenschutz

Seit 40 Jahren ist Norbert Bergmann im aktiven Dienst des THW tätig. Er trat 1982 in die Ortsgruppe Ochsenfurt als Helferanwärter ein. Nach erfolgreicher Grundausbildung 1983 verpflichtete er sich auf zehn Jahre im Katastrophenschutz im 1. Bergungszug des Landkreises Würzburg.

Im Laufe der Zeit hat Norbert Bergmann unter anderem das BOS-Sprechfunkzeugnis erlangt und die Ausbildung zum Truppführer Bergungsdienst erfolgreich absolviert. Seine Fähigkeiten als Elektro-Meister und Fachhelfer in der „Fachgruppe Elektroversorgung“ stellte er an zahlreichen überregionalen Einsätzen des THW unter Beweis. So wurde er mit der Bundesflutmedaille 2002 für seine Hilfe während der Elbe-Hochwasser ausgezeichnet, war 2019 beim Schneechaos in Miesbach im Einsatz, nahm am Ahrtal­Einsatz teil und 2022 am G7-Gipfel in Elmau. Im Ortsverband Ochsenfurt war er von Februar 2004 bis Januar 2009 als stellvertetender Helfersprecher tätig. Mit seinem ruhigen und von Lebenserfahrung geprägten Wesen gewann Bergmann das Vertrauen der Helfer und vertrat deren Interessen gegenüber der Ortsverbands­Führung.

Er ist bis heute einer der regelmäßig aktivsten Helfer des THW-Ortsverbandes Ochsenfurt, was im März 2016 mit dem "Helferzeichen in Gold" gewürdigt wurde. Im Jahr 2017 gab Bergmann die Funktion als Truppführer in der Fachgruppe Elektroversorgung an jüngere Hände weiter.

Für 25 Jahre aktiven Dienst im Katastrophenschutz wurde Christofer Krieg geehrt. Im November 1995 Begann er seine Karriere im Johanniter Bezirksverband Unterfranken. Dort bildete er sich bis zum Rettungsassistenten fort und setzte dieses Wissen sowohl haupt- als auch ehrenamtlich ein. Im Laufe der Zeit übte er zudem Führungstätigkeiten als Truppführer, Gruppenführer, Zugführer, Einsatzleiter Rettungsdienst, Organisatorischer Leiter aus. Bis zum heutigen Tage ist er ehrenamtlich aktiv und übernimmt immer wieder Dienste.

Seit einigen Jahren liegt ihm auch die Wissensvermittlung an den Nachwucht am Herzen. Dies veranlasste ihn zum einen den beruflichen Wechsel an die neu errichtete Notfallsanitäterschule in Würzburg, sowie 2014 den Wechsel zum Bayerischen Roten Kreuz in die Bereitschaft in Rottendorf.

Elf langjährige Heimatgestalter (erste Reihe), die sich seit mehr als 18 Jahren kommunalpolitisch engagieren, zeichnete Landrat Thomas Eberth (zweite Reihe, zweiter von rechts) in Anwesenheit ihrer Bürgermeisterinnen und Bürgermeister (zweite Reihe) mit der Kommunalen Verdiensturkunde aus. Die Geehrten von links nach rechts: Georg Sieber (Giebelstadt-Euerhausen), Peter Weber und Norbert Rumpel (Hausen), Thomas Bidner (Sommerhausen), Marco Sauer (Waldbrunn), Hubert Göbel und Heiko Lörner (Randersacker), Martin Reinhard und Reiner Laudenbach (Frickenhausen), Bernhard Wolter und Uwe Därr (Eisenheim). Foto: Dagmar Hofmann

Sechs Frauen und Männer aus dem Landkreis Würzburg wurden kürzlich im Namen des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann mit dem Ehrenzeichen für langjährige Dienste beim BRK und THW ausgezeichnet. Bei der Verleihung freuten sich (von links) BRK-Kreisgeschäftsführer Oliver Pilz, Ochsenfurts Bürgermeister Peter Juks, der Ortsbeauftragte des THW Ochsenfurt Oliver Dorsch, Rainer Bergmann (40 Jahre THW), Christofer Krieg (25 Jahre BRK), Rainer Hartmann (50 Jahre BRK), Irmgard Eisenhut (50 Jahre BRK), Kreisbereitschaftsleiter Martin Falger, Rottendorfs Bürgermeister Roland Schmitt, Sieglinde Seiler (50 Jahre BRK), Landrat Thomas Eberth und Helmut Seiler (50 Jahre BRK). Foto: Christian Schuster