Top 1: Unter dem Motto „Kirche an anderen Orten“ fand im Foyer des Landratsamts Würzburg ein Gottesdienst der besonderen Art statt.
Inmitten der fünften Jahreszeit stand das Thema Maskieren und Verkleiden im Mittelpunkt – und die Frage, welche Rollen Menschen im Alltag einnehmen. Der für alle Bürgerinnen und Bürger offene Gottesdienst wurde gemeinsam vom Landratsamt Würzburg und dem Evangelisch-Lutherischen Dekanat Würzburg initiiert. Für die musikalische Gestaltung sorgten Sabine Dietz am Keyboard sowie der Chor des Landratsamts, die dem Gottesdienst einen festlichen und zugleich beschwingten Rahmen verliehen.
Pfarrer Frank Witzel eröffnete den Gottesdienst bewusst unkonventionell: Zunächst mit pinker Perücke und Clownsnase, wechselte er während der Einführung sichtbar seine Rollen – über eine Motorradkluft mit Lederjacke, Sonnenbrille und Handschuhen bis hin zu Talar und Stola. Auf diese Weise machte er das Thema des Gottesdienstes eindrucksvoll erlebbar. „Die Faschingszeit gibt uns nicht nur die Gelegenheit, uns zu verkleiden. Wir können uns ausprobieren und uns trauen, anders zu sein. Um zu entdecken, wer wir wirklich sind, braucht es Vertrauen und Angstfreiheit. Gottes Gnade befreit von Angst“, so Pfarrer Witzel.
Besinnung, Begegnung und Gemeinschaft in der fünften Jahreszeit
Landrat Thomas Eberth übernahm die Lesung aus der Bibel und ergänzte sie durch persönliche Gedanken aus seinem Amtsalltag: „Als Landrat bin ich mit verschiedenen Rollen vertraut – und mit den unterschiedlichen Erwartungen, die sie mit sich bringen. Damit der Wechsel zwischen diesen Rollen gelingt, ist es wichtig, sich selbst immer wieder neu zu verorten und innezuhalten.“ Einige Besucherinnen und Besucher erschienen bereits kostümiert zum Gottesdienst. Darüber hinaus standen Faschingskostüme zur Verfügung, sodass alle Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, spontan in eine andere Rolle zu schlüpfen. Im Anschluss luden Snacks und Getränke zum Austausch ein. Der Gottesdienst bot so Raum für Begegnung und setzte ein bewusstes Zeichen für Kirche und Verwaltung als offene Orte des Miteinanders – mitten im Trubel der fünften Jahreszeit.
Top 2: Landrat Thomas Eberth verleiht 13.000. Bayerische Ehrenamtskarte im Landkreis Würzburg
Lukas Henkelmann aus Sonderhofen übernimmt in seiner Freizeit große Verantwortung. Als Jugendlicher hat er sich als Teilnehmer des FEEL FR.E.E.-Programms in der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes in Giebelstadt engagiert. Jetzt ist er als Sanitäter, First Responder und Feuerwehrmann regelmäßig im Einsatz und eilt mit seinen Kameraden Menschen in Notlagen zur Hilfe. Ob nach Feierabend oder an Wochenenden – das Engagement des 18-Jährigen erfolgt vollständig ehrenamtlich.
Für seinen Einsatz überreichten ihm Landrat Thomas Eberth, die Ehrenamtsbeauftragte Kerstin Ertel und ihre Kollegin Julia Demeter aus der Servicestelle Ehrenamt des Landratsamts die Bayerische Ehrenamtskarte. Es handelt sich dabei um das insgesamt 13.000. Exemplar, das im Landkreis Würzburg vergeben wurde.
Goldene Ehrenamtskarten für langjähriges Engagement im Posaunenchor
Eine besondere Würdigung erhielten auch Robert und Cynthia Brust aus Kist. Für ihr jahrzehntelanges freiwilliges Engagement wurden sie mit der Bayerischen Ehrenamtskarte in Gold ausgezeichnet. Das Ehepaar gehört zu den Gründungsmitgliedern des Posaunenchors Eisingen-Kist-Waldbrunn, der in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiert. Robert Brust leitet den Chor seit Jahrzehnten, Cynthia Brust ist als Musikerin und als stellvertretende Bezirksobfrau der Posaunenchöre, Mitglied im Kirchenvorstand sowie als Austrägerin des evangelischen Gemeindebriefs „Monatsgruß“ aktiv.
„Ich danke Lukas Henkelmann und der Familie Brust für ihr großartiges Engagement. Ihr Einsatz steht beispielhaft für Verlässlichkeit, Verantwortung und den unschätzbaren Beitrag des Ehrenamts für die Sicherheit der Menschen, aber auch in den Bereichen Kultur, Sport und im Sozialen“, würdigte Landrat Thomas Eberth die Anwesenden bei einem Empfang im Landratsamt. „Die Verleihung der 13.000. Ehrenamtskarte ist außerdem ein Meilenstein, der die Vielfalt und die Stärke des Engagements in unserer Heimat widerspiegelt.“
Neue Akzeptanzpartner stärken Ehrenamt vor Ort
Gleichzeitig würdigte Landrat Thomas Eberth zwei Unternehmen, die das Engagement von Freiwilligen im Landkreis Würzburg unterstützen. Mit Lindners Boxenstopp GmbH mit Autowerkstätten in Veitshöchheim sowie in Giebelstadt-Euerhausen und der Fahrschule Leicht inRimpar wächst das Netzwerk der Akzeptanzpartner für die Bayerische Ehrenamtskarte im Landkreis Würzburg. Die Unternehmen beteiligen sich am Vorteilsprogramm und bieten Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte einen Rabatt auf ihre jeweiligen Dienstleistungen.
Bayerische Ehrenamtskarte als Würdigung bürgerschaftlichen Engagements
Die Bayerische Ehrenamtskarte ist eine landesweite Initiative zur Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit. Mit der Ehrenamtskarte sagt der Freistaat Danke – für Zeit, Verantwortung und Engagement, die oft im Stillen geleistet werden, aber für das Gemeinwohl von unschätzbarem Wert sind. Die Inhaberinnen und Inhaber erhalten Vergünstigungen bei staatlichen Einrichtungen und einer Vielzahl von regionalen und überregionalen Partnern in den Bereichen Freizeit und Einzelhandel. Die Ehrenamtskarte wird auf Antrag verliehen. Die einfache Ausführung in Blau ist drei Jahre gültig, die goldene ein Leben lang. Alle Informationen zur Antragstellung und zur Beteiligung der Akzeptanzpartner sind unter www.landkreis-wuerzburg.de/ehrenamtskarte zu finden.
Foto 1: Landrat Thomas Eberth (links) und Pfarrer Frank Witzel beim Gottesdienst zur närrischen Zeit im Foyer des Landratsamts Würzburg. Foto: by Christina Hössel
Foto 2: Landrat Thomas Eberth (hinten von rechts) hat inzwischen die 13.000. Ehrenamtskarte im Landkreis Würzburg verliehen. Gemeinsam mit Kerstin Ertel und Julia Demeter von der Servicestelle Ehrenamt gratulierte er dem neuen Inhaber Lukas Henkelmann (vorne, Zweiter von rechts) und Rotkreuz-Bereitschaftsleiter Herbert Klenk (vorne rechts). Robert und Cynthia Brust (vorne von links) wurden für ihr langjähriges Engagement mit der Ehrenamtskarte in Gold ausgezeichnet. Als neue Akzeptanzpartner für die Bayerische Ehrenamtskarte erhielten (mittlere Reihe von rechts) Nicole Becker und Markus Lindner von Lindners Boxenstopp und Kim Nadja Raab von der Fahrschule Leicht die Partnerurkunde des Landkreises. Foto: Christian Schuster


